Antivivisektionist

Eine Vivisektion ist ein (nichttherapeutischer) Eingriff am Lebenden (heute meist am Tier, früher auch am Menschen; siehe hierzu auch Geschichte der Menschenversuche) im Gegensatz zur Nekropsie. Sie wird zur wissenschaftlichen Forschung oder auch Erprobung von Operationsmethoden durchgeführt (früher auch zu Lehrzwecken, wie der Froschschenkelversuch im Medizinstudium). Vivisektionen erfolgen in der Regel unter Narkose oder Lokalanästhesie.

Vivisektionen sind aus Gründen des Tierschutzes umstritten, sie dürfen nur unter Befolgung der Auflagen des Tierschutzgesetzes durchgeführt werden.

Der Begriff wird auch im übertragenen Sinne benutzt, um eine gegenüber einem Untersuchungsgegenstand respektlose oder gefährliche Vorgehensweise zu bezeichnen; etwa in der Soziologie.

Im Nationalsozialismus wurden u. a. Vivisektionen ohne Narkose an KZ-Häftlingen durchgeführt. Vivisektionen an Tieren hingegen waren durch das Reichstierschutzgesetz strengstens verboten.[1]

Siehe auch

Tierversuch

Belege

  1. „Tierliebe Menschenfeinde“

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Browndog Riots — Die Statue des Brown Dog wurde 1906 in Battersea errichtet. In Folge einer Schändung während der Brown Dog Unruhen wurde sie 1910 entfernt. 1985 wurde dem Browndog in Battersea Park eine neue Statue gewidmet. Die Browndog Affäre (en: Brauner Hund …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”