Antivivisektionistin

Eine Vivisektion ist ein (nichttherapeutischer) Eingriff am Lebenden (heute meist am Tier, früher auch am Menschen; siehe hierzu auch Geschichte der Menschenversuche) im Gegensatz zur Nekropsie. Sie wird zur wissenschaftlichen Forschung oder auch Erprobung von Operationsmethoden durchgeführt (früher auch zu Lehrzwecken, wie der Froschschenkelversuch im Medizinstudium). Vivisektionen erfolgen in der Regel unter Narkose oder Lokalanästhesie.

Vivisektionen sind aus Gründen des Tierschutzes umstritten, sie dürfen nur unter Befolgung der Auflagen des Tierschutzgesetzes durchgeführt werden.

Der Begriff wird auch im übertragenen Sinne benutzt, um eine gegenüber einem Untersuchungsgegenstand respektlose oder gefährliche Vorgehensweise zu bezeichnen; etwa in der Soziologie.

Im Nationalsozialismus wurden u. a. Vivisektionen ohne Narkose an KZ-Häftlingen durchgeführt. Vivisektionen an Tieren hingegen waren durch das Reichstierschutzgesetz strengstens verboten.[1]

Siehe auch

Tierversuch

Belege

  1. „Tierliebe Menschenfeinde“

Weblinks


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