Antoine Seilern und Aspang

Antoine Edward Graf Seilern und Aspang, auch bekannt als Antoine Seilern, selten Anton Seilern (* 1901 in Farnham; † 1978 in London) war ein österreichisch-britischer Kunsthistoriker und Kunstsammler.

Seine Sammlung war in der Zwischenkriegszeit berühmt, er lebte in Wien am Brahmsplatz 1. Er war mit Karl Graf Lanckoroński befreundet. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland emigrierte Seilern nach London.

Seine Kunstsammlung, die über 120 Gemälde groß war und auch Zeichnungen umfasste, widmete er dem Courtauld Institute of Art. Sie ist bekannt als The Princes Gate Collection, benannt nach der Londoner Adresse der Residenz des Grafen.

Im Jahre 2010 kuratierte Stephanie Buck in der Courtauld Gallery die Ausstellung Michelangelo's Dream. Die Ausstellung basierte auf der Zeichnung Michelangelos Il sogno oder Der Traum vom menschlichen Leben aus dem Jahre 1533, die Teil der Schenkung war. Weitere Zeichnungen Michelangelos, die dieser seinem Schüler Tommaso de' Cavalieri geschankt hatte, wurden aus anderen Museen in dieser Ausstellung zusammengeführt.

Ein bedeutendes Kunstwerk, das Seilern in Auftrag gab, war Prometheus von Oskar Kokoschka.

Er wurde zweimal als ein Junge durch den Schweizer-Amerikaner Künstler Adolfo Müller-Ury angestrichen - der oft ihr Begleiter auf Reisen von New York nach London war - in 1906, allein angekleidet in ermine mit einem Hasen und in einem Gruppenporträt mit seinen Brüdern Carlo und Oswald. Der New York Herald, 5. Dezember, 1906, hat das gruppiert „anmutig“ gerufen und am 8. Dezember 1906 Bemerkungen, dass ‘...The Jungen ungefähr 4, 6, und 7 Jahre in Alter sind, und sie sind draußen angestrichen worden‘. Eine Skizze für den Kopf des Ganzlängensoloporträts war in seinem Besitz, als er in 1978 gestorben ist, und eine viel-beschädigte Kopie des Porträts ist in einer Schweizer privater Sammlung; das Gruppenporträt ist nur von Fotografien bekannt.

Ausstellungskatalog

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