Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing
Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing
Schulform Musisches und wirtschafts-wissenschaftliches Gymnasium
Gründung 1824 als Lehrerseminar im Jesuitenkolleg,
1965 unter dem heutigen Namen
Ort Straubing
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 52′ 22,3″ N, 12° 33′ 47,3″ O48.87286944444412.563130555556Koordinaten: 48° 52′ 22,3″ N, 12° 33′ 47,3″ O
Schüler 990 (September 2011)
Lehrer ca. 110
Leitung OStD Rudolf Reinhardt
Website www.dasbruckner.de

Das Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing (kurz: ABG) ist eines von vier Gymnasien der Stadt Straubing in Bayern. Es besteht aus einem musischen und einem wirtschaftlichen Zweig.

Das Gymnasium ist das schülerzahlenmäßig größte Straubinger Gymnasium. Es wird von 990 Schülern besucht, 110 Lehrer unterrichten dort (Stand: Beginn des Schuljahres 2011).[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Anton-Bruckner-Gymnasium ging ursprünglich aus einem 1824 gegründeten Lehrerseminar hervor.

Auf einen königlichen Erlass vom 4. September 1823 wurde am 1. November 1824 im Straubinger Jesuitenkolleg ein Lehrerseminar eingerichtet, welches 1833 durch den Bau eines Lehrerwohnhauses erweitert wurde. Im Jahr 1843 stimmt das Ministerium für Schulangelegenheiten der Verlegung in das ehemalige Chorherrenstift St. Jakob in der Seminargasse zu. Im Jahr 1924 wird die sechsklassige Lehrerbildungsanstalt, wie das Seminar inzwischen heißt, vorübergehend zur Hochschule erhoben, so dass Straubing kurzzeitig zur Hochschulstadt wird.

Im Jahr 1935 wird die Ausbildung der Volksschullehrer an staatliche Hochschulen verlagert, es erfolgt die Umwandlung der Lehrerbildungsanstalt zur Deutschen Aufbauschule Straubing, die mit ihren zunächst 240 Schülern auch als Deutsche Oberschule im Aufbau bezeichnet wird.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 1953 kurzzeitig wieder in einer Staatlichen Lehrerbildungsanstalt mit Oberschule in Kurzform die Schüler- mit der Lehrerausbildung zusammengelegt. Aber bereits 1956 wurde beides wieder getrennt, die Lehrerbildung sollte nach Regensburg verlegt werden. Im Jahr 1958 stimmt das Staatsministerium für Unterricht und Kultus dem Neubau des inzwischen Deutschen Gymnasiums am Stadtgraben zu. Zugleich soll auch das Schülerheim in der Seminargasse wieder instandgesetzt werden. Der Neubau kann im Jahr 1961 eingeweiht und in Betrieb genommen werden.

Durch einen Erlass des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 26. November 1965 wird dem Deutschen Gymnasium die Bezeichnung Anton-Bruckner-Gymnasium verliehen. Das staatliche Schülerheim, das dem Gymnasium angegliedert ist, wird in den Jahren 1966–1969 an der Wittelsbacher Höhe neu gebaut. Heimleiter ist in dieser Zeit der spätere bayerische Umweltminister Alfred Dick, Schulleiter wird 1968 Georg Hirte. Im Jahr 1974 beginnt auch der Neubau des Gymnasiums an der Wittelsbacher Höhe, der zum Schuljahr 1976/1977 bezogen werden kann. 1979 wird die Auflösung der bis dahin betriebenen siebenjährigen Kurzform des Gymnasiums beschlossen. Der musische Zweig des Gymnasiums feiert vermehrt Erfolge und bringt mehrfach erfolgreiche Teilnehmer beim Wettbewerb Jugend musiziert hervor. 1984 wird Dr. Manfred Volk Nachfolger von Georg Hirte als Schulleiter.

1991 wird das staatliche Schülerheim aufgelöst, 1998 übernimmt Walter Wolf (+2007) die Schulleitung, der 2003 von Werner Schäfer abgelöst wird. Im Jahr 2004 wird auch am Anton-Bruckner-Gymnasium das achtjährige Gymnasium (G8) eingeführt. Im Rahmen der Einführung des G8 wird eine Mensa errichtet, sowie ein Erweiterungsbau, der weitere Klassenzimmer beinhaltet. Im Jahr 2008 wird das Studienseminar um die Fächer Deutsch, Englisch, Geschichte und Erdkunde erweitert. Die weiteren Seminarfächer sind Sport (weiblich) und Wirtschaftswissenschaften. 2011 geht Werner Schäfer in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Rudolf Reinhardt.

Unterricht

Musischer Zweig

Im musischen Zweig wird besonderes Gewicht auf die Fächer Musik und Kunst gelegt. Musik ist dabei in allen Jahrgangsstufen Kernfach. Daraus ergibt sich auch, dass das (kostenlose) Erlernen eines Instruments verpflichtend ist.

Neben zahlreichen Instrumentalisten und Gesangssolisten prägt der große Chor des ABG seit Jahren das kulturelle Leben der Stadt Straubing. Die regelmäßigen Konzerte (Lions-Konzert, Frühjahrskonzert, Konzerte der Abiturienten etc.) sowie Studienreisen des Chores machten das Gymnasium in der Vergangenheit überregional, auch im Ausland, bekannt. Unter der Leitung von Gerold Huber sen. führten die Chorreisen die Schüler unter anderem nach Rumänien, Frankreich, Ungarn, Italien und Belgien. Als Nachfolger von Gerold Huber leitet seit 2006 Stefan Frank den Oberstufenchor des ABG.

Das Anton-Bruckner-Gymnasium stellt seit Jahren als einziges Straubinger Gymnasium Leistungskurse in den Fächern Musik und Kunst, was viele Schüler von anderen Gymnasien zu einem Wechsel in der Kollegstufe bewegt.

Wirtschaftswissenschaftlicher Zweig

Der Schwerpunkt im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig liegt, insbesondere in der Mittelstufe, im wirtschaftlichen und rechtskundlichen Bereich sowie auf der Wirtschaftsinformatik.

Durch Betriebspraktika soll diese Ausbildungsrichtung in besonderem Maße Qualifikationen zur späteren Lebensbewältigung vermitteln.

Bekannte ehemalige Schüler

Einzelnachweise

  1. idowa.de: Rudolf Reinhardt ist neuer Direktor des Anton-Bruckner-Gymnasiums, abgerufen am 22. September 2011

Weblinks


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