Anton Braun

Anton Braun (* 1686 in Möhringen an der Donau; † 20. April 1728) war ein Mechaniker, Optiker und Hofmathematiker in Wien. Er erfand eine der ersten Rechenmaschinen (mechanicae mathematicus).

Leben

Über seinen Ausbildungsweg ist nichts bekannt. Belegt sind Aufenthalte in Prag um 1719 und in Mailand um 1720. Dort war er jeweils als Instrumentenmacher tätig. Ab 1724 hatte er dann am Hofe in Wien die Stellung des Kammeropticus inne. Drei Jahre später setzte er sich als Bewerber um die Stelle des kaiserlichen Instrumentenmachers gegen eine stattliche Anzahl von Konkurrenten durch. Doch nur knapp etwa ein Jahr später starb Braun am 20. April 1728. Seiner Gattin Maria Magdalena, geb. Stein aus Ettlingen, die er 1712 geheiratet hatte, hinterließ er ein kleines Vermögen, von dem ein Teil testamentarisch seiner Heimatstadt Möhringen zufiel.

Die von ihm 1724 konstruierte Rechenmaschine ist eine der ersten, die in der Praxis auch bei jahrelangem Gebrauch gut funktionierte (was man von anderen Vorläufern nicht sagen konnte) und wurde am kaiserlichen Hof verwendet. Alle vier Grundrechenarten waren technisch möglich. Nachbildungen dieser Rechenmaschine stehen im Deutschen Museum in München, im Arithmeum in Bonn und im Museum im Rathaus seiner Heimatstadt Möhringen/Baden, heute Tuttlingen-Möhringen. Für seine Verdienste am Hofe des Kaisers Karl VI. erhielt er eine Diamanten besetzte Kette mit dem Bildnis des Kaisers – auch sie ist im Möhringer Rathaus zu sehen – und außerdem 10.000 Gulden, die er seiner Heimatstadt vermachte. Bis heute gibt es dort die Braun’sche-Susan’sche Stiftung, die u. a. mit dieser Schenkung gegründet wurde. Aus diesen Mitteln wurde das Krankenhaus Möhringen (heute Berufsförderungszentrum) erbaut und noch immer werden Bedürftige daraus unterstützt. Der Ortschaftsrat Möhringen fungiert gleichzeitig als Stiftungsrat. Vorsitzender ist der Ortsvorsteher.

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