Anton Mang
Toni Mang 2008

Anton (genannt Toni) Mang (* 29. September 1949 in Inning am Ammersee) ist ein ehemaliger deutscher Motorradrennfahrer und fünffacher Motorrad-Weltmeister.

Karriere

Mit elf Jahren machte Mang mit einer DKW RT 125 erste Motorraderfahrungen, übte danach jedoch zunächst eine andere Sportart aus, das Skibobfahren. Und dies relativ erfolgreich - im Alter von 16 Jahren wurde Mang deutscher Skibobmeister und Junioren-Europameister.

Es zog ihn jedoch hin zum motorisierten Rennsport, und so absolvierte er mit einem 50-cm³-Eigenbau auf Kreidler-Basis zwei Jahre später sein erstes Motorrad-Straßenrennen, beendete dieses aber auf Grund eines technischen Defektes nicht.

Im Jahr 1970 stieg Mang zusammen mit Sepp Schlögl im Team des damaligen 125-cm³-Weltmeister Dieter Braun als Rennmechaniker ein.

Zusammen mit Schlögl und Alfons Zender entwickelte Mang ein Motorrad, genannt "Schlögl-Mang-Zender" (SMZ 250). Auf dieser Maschine startete er bei einem Flugplatzrennen in Augsburg und errang dort seinen ersten Sieg.

Im Jahr 1975 erreichte Anton Mang auf einer 350-cm³-Yamaha den ersten deutschen Meisterschaftsgewinn, im gleichen Jahr startete er beim Grand Prix von Österreich zum ersten Mal in der 350 cm³-Klasse bei einem Weltmeisterschaftslauf. Ein Jahr später, 1976, gewann er sein erstes Rennen in der Weltmeisterschaft, den Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring auf einer 125-cm³-Morbidelli.

Seine Erfolge ermöglichten Mang, 1978 als Werksfahrer von Kawasaki in den Klassen 250- und 350-cm³ zu starten; damit begann sein Weg hin zum erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer.

In der Saison 1980 wurde er Weltmeister in der 250-cm³-Klasse und Vizeweltmeister in der 350-cm³-Klasse nur knapp hinter dem Südafrikaner Jon Ekerold.

Im Jahr 1981 wurde er Doppelweltmeister sowohl in der 250-cm³- als auch in der 350-cm³-Klasse; er wurde daraufhin in Deutschland zum Sportler des Jahres 1981 gewählt.

Kaum weniger erfolgreich schloss Toni Mang das Jahr 1982 ab. Er verteidigte den WM-Titel in der 350-cm³-Klasse mit der Kawasaki KR 350 und wurde damit "ewiger Weltmeister" dieser Klasse, da diese nach der Saison 1982 abgeschafft wurde. In der 250-cm³-Klasse fehlte ihm zum Saisonabschluss lediglich ein Punkt zur erfolgreichen Titelverteidigung.

Zur Saison 1983 wechselte Mang in die sogenannte Königsklasse, die 500-cm³-Klasse. Jedoch erlitt er vor Saisonbeginn eine schwere Verletzung durch einen Skiunfall und konnte erst Mitte August zum ersten Rennen antreten; mehr als ein 10. Platz sprang bei seiner Aufholjagd nicht heraus.

Im Folgejahr 1984 kehrte Mang in die 250-cm³-Klasse zurück, jedoch ohne Werksunterstützung. Heraus sprang ein 5. Platz in der Weltmeisterschaft auf einer privaten 250-cm³-Yamaha.

Aufgrund dieses Erfolges erhielt er 1985 erstmals eine Werks-Honda, konnte sich jedoch gegen die Nr. 1 im Honda-Werksteam, dem jungen US-Amerikaner Freddie Spencer nicht durchsetzen, wurde jedoch Vizeweltmeister.

In der Saison 1986 traf Mang auf viele starke Fahrer und belegte am Schluss Rang vier der Weltmeisterschaft. Außerdem kam es in dieser Saison zur Trennung von Sepp Schlögl, seinem langjährigen Chef-Mechaniker und Freund. Danach prophezeiten Experten der Fachpresse das Ende der Ära Mang.

Jedoch schaffte Mang es, auch die Saison 1987 als Motorradweltmeister in der 250-cm³-Klasse abzuschließen; dabei gewann er acht Rennen in Folge und wurde nebenbei mit 38 Jahren der bis dato älteste Weltmeister.

Das Rennjahr 1988 begann zwar mit einem Sieg, aber nach einem schweren Sturz beim Großen Preis von Jugoslawien in Rijeka beendete Toni Mang seine Karriere nach insgesamt 42 Grand-Prix-Siegen.

Nach dem Ende seiner Karriere als aktiver Motorradrennfahrer hat sich Toni Mang der Nachwuchsförderung verschrieben und veranstaltet Renn-Trainings.

Seit der Saison 2007 unterstützt Toni Mang zusammen mit Sepp Schlögl und Adi Stadler den jungen deutschen Nachwuchsrennfahrer Marcel Schrötter. In der Saison 2008 konnte Marcel die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) in der Klasse bis 125 ccm mit 156 Punkten auf einer Honda für sich entscheiden.

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