Anton Miller

Anton Miller (* 25. August 1899 in Augsburg; † 26. Juni 1988 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (CDU, CSU).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Nach dem Volksschulabschluss arbeitete Miller zunächst in der Landwirtschaft. Er nahm von 1916 bis 1918 als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und geriet zuletzt in Gefangenschaft, aus der er 1919 entlassen wurde. 1920/21 ging er auf die Landwirtschaftsschule. Anschließend war er als Angestellter bei einem landwirtschaftlichen Verband tätig. Nach dem Besuch der Handelsschule 1924/25 gründete er einen eigenen Betrieb als selbständiger Industriekaufmann, den er von 1930 bis 1936 um Auslandsniederlassungen in Österreich, Frankreich und England erweiterte. 1945 wurde seine Firma bei einem Fliegerangriff vollständig zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Miller dem Wiederaufbau seines Betriebes in der SBZ. Er siedelte 1949 aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nach Westdeutschland über und ließ sich in Ingolstadt nieder. Hier war er erneut als Industriekaufmann tätig.

Partei

Miller trat 1945 in die CDU ein und war Vorsitzender des Wohnungs- und Siedlungsausschusses im Landesverband der CDU Sachsen-Anhalt. Nach seiner Übersiedlung schloss er sich 1949 der CSU an, in der er die Funktion als Landesobmann des Arbeitskreises der Sowjetzonenflüchtlinge bekleidete.

Abgeordneter

Miller war von 1946 bis zu seiner Mandatsniederlegung am 15. August 1949 Mitglied des Sachsen-Anhaltischen Landtages. Hier war er seit 1946 stellvertretender Vorsitzender und von 1947 bis 1949 dann Vorsitzender der CDU-Fraktion. 1948/49 amtierte er als Vizepräsident des Landtages. Dem Deutschen Bundestag gehörte er von 1953 bis 1957 an. Er war über die Landesliste Bayern ins Parlament eingezogen.

Literatur



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