Anton Wilhelm Stephan Arndts

Anton Wilhelm Stephan Arndts (* 23. Oktober 1765 in Arnsberg; † 27. April 1830 ebenda)[1] war Professor für Mineralogie in Bonn.

Abhandlungen aus dem Gebiete der Mineralogie und Technologie

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Anton Wilhelm war ein Halbbruder von Engelbert Arndts. Er studierte zunächst Staatswissenschaften in Bonn und Göttingen. Anschließend widmete er sich in Clausthal der praktischen Berg- und Hüttenkunde. Später war Arndts Hofkammerreferendar im Kölner Kurstaat und von 1786 bis 1794 Professor für Mineralogie und Bergbau an der alten Universität in Bonn. Ab 1790 war er Hofkammerrat. Dieselbe Funktion behielt er auch nach der Flucht der kurfürstlichen Regierung infolge der französischen Besetzung 1793 nach Brilon. Nach dem Ende des Kurstaates und den Übergang des Herzogtums Westfalen an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1804 behielt er seinen Status als hoher Beamter in der Bergbauverwaltung, hatte jetzt aber seinen Dienstsitz bei der hessischen Regierung in Arnsberg. Wegen schwerer körperlicher Leiden ging er 1816 in den Ruhestand und lebte seither als Privatgelehrter. Arndts war Verfasser verschiedener Schriften zur Mineralogie, Bergbau und Hüttenwesen. Eine Sammlung seiner Aufsätze gab posthum sein Sohn, der Nationalökonom Karl Wilhelm Anton Arndts, heraus.

Seit 1814 war Arndts Mitglied der Sozietät für die gesamte Mineralogie in Jena. Außerdem war er Mitglied der naturhistorischen Societät zu Magdeburg, der Landeskulturgesellschaft in Arnsberg und korrespondierendes Mitglied des polytechnischen Vereins für Bayern.

Begraben ist er auf dem Eichholzfriedhof in Arnsberg.

Werke

  • Abhandlungen aus dem Gebiete der Mineralogie und Technologie / Hrsg. von Karl Wilhelm Anton Arndts. Elberfeld: Büchler, 1834
    Rezension in: Repertorium der gesammten deutschen Literatur / herausgegeben im Vereine mit mehreren Gelehrten von E. G. Gersdorf. Band 1, Leipzig: Brockhaus, 1834, S. 373 f. (Digitalisat in der Google Buchsuche)

Einzelnachweise

  1. Seibertz, ein Verwandter Arndts, nennt den 1. November als Geburtstag. Die älteren Quellen übernehmen diese Angaben ungeprüft. Möglicherweise handelt es sich um das Taufdatum.

Literatur

  • Anton Wilhelm Stephan Arndts. In: Johann Suibert Seibertz: Westfälische Beiträge zur deutschen Geschichte. Erster Band. Darmstadt: Taschè, 1819, S. 402–404 (Digitalisat in der Google Buchsuche); Zweiter Band. Darmstadt: Taschè, 1823, S. 264 f. (Digitalisat)
  • ARNDTS (Ant. W. St.). In: Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller / Angefangen von Georg Christoph Hamberger. Fortgesetzt von Johann Georg Meusel. 5. Auflage. Band 22. Lemgo: Meyer, 1829, S. 63 (Digitalisat in der Google Buchsuche)
  • Arndts, Anton Wilhelm Stephan. In: Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften enthaltend Nachweisungen über Lebensverhältnisse und Leistungen von Mathematikern, Astronomen, Physikern, Chemikern, Mineralogen, Geologen, Geographen usw. aller Völker und Zeiten / gesammelt von J. C. Poggendorff. Band 1. Leipzig: Barth, 1863, S. 63 (Digitalisat in der Google Buchsuche)
  • Karl Féaux de Lacroix: Geschichte Arnsbergs. Mit einer alten Ansicht von Stadt und Schloss Arnsberg nebst Abtei Wedinghausen. Arnsberg: Stein, 1895, S. 462 (Digitalisat in der Google Buchsuche-USA)
  • Anton Wilhelm Arndts. In: Biographisches Repertorium der Juristen im Alten Reich: 16.-18. Jahrhundert. Band A / hrsg. von Filippo Ranieri. Unter Mitarbeit einer Arbeitsgruppe des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte. Frankfurt am Main: Klostermann, 1989 (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte ; 40), ISBN 3-4650-1879-6, S. 187, Nr. 1024 (auch als CD-ROM)

Weblinks


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