Anton Winkelnkemper

Anton „Toni“ Winkelnkemper (* 10. Oktober 1905 in Wiedenbrück, Westfalen; † 20. Juni 1944 in Köln) war Jurist, SS-Standartenführer und Mitglied des Reichstags der NSDAP.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Winkelnkemper, Bruder des späteren Bürgermeisters von Wiesbaden Peter Winkelnkemper, besuchte die Oberrealschule in Krefeld, die er als Externer mit dem Abitur abschloss. Er studierte acht Semester lang Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn und Köln. Eigenen Angaben zufolge musste er das Studium, aufgrund seiner politischen Tätigkeit für die NSDAP, der er seit dem März 1930 (Mitgliedsnr. 232.248) angehörte, abbrechen: Er wurde er zu mehreren Gefängnisstrafen verurteilt. Die Promotion zum Dr. jur. holte er schließlich im Jahr 1936 nach.

Im Oktober 1930 wurde Winkelnkemper vom Gauleiter des Rheinlandes Robert Ley zum Gauamtsleiter ernannt, nachdem er bereits seit Juli 1930 die Aufgaben eines Gauredners ausgeübt hatte.

Im Juli 1933 ernannte Josef Goebbels Winkelnkemper zum Landesstellenleiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Am 1. Mai 1937 erfolgte seine Ernennung zum Intendanten des Reichsender Köln, diese Funktion hatte er bis 1941 inne. Zeitgleich wurde er außerdem zum Reichsredner der NSDAP ernannt.

Von November 1933 bis zu seinem Tod im Jahr 1944 gehörte Winkelnkemper dem Reichstag als Abgeordneter an.

1936 wurde Winkelnkemper von Walther Darré zum Landesbauernrat der Rheinprovinz ernannt. Seit dem 5. März 1933 war er zudem Preußischer Landtagsabgeordneter. Am 12. März 1933 wurde er ferner Mitglied des Provinziallandtags der Rheinprovinz.

Winkelnkemper wurde auch Mitglied der SS (Mitgliedsnr. 310.379) und und Anfang Juni 1939 zum SS-Standartenführer befördert.

Ende 1940 wurde Winkelnkemper, nachdem er ab 1939 Kriegsdienst leistete, als Nachfolger des im November 1940 bei einem Flugzeugabsturz umgekommenen Adolf Raskin zum Intendanten der Reichsradiogesellschaft ernannt. Zudem war er ab dem 21. April 1941 "Auslandsdirektor des Großdeutschen Rundfunks".

Schriften

  • Der strafrechtliche Schutz der NSDAP, ihrer Gliederungen, Uniformen, Aabzeichen und Symbole, 1936. (Dissertation)
  • Der Großangriff auf Köln. Ein Beispiel, Berlin 1944.

Literatur

  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe - Wer war was im Dritten Reich, Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1.

Weblinks


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