Antonio Gazzoletti

Antonio Gazzoletti (* 20. März 1813 in Nago-Torbole am Gardasee; † 21. August 1866 in Mailand) war ein italienischer Jurist und Dichter.

Gazzoletti lebte lange Zeit als Anwalt in Triest. 1860, nach der Vereinigung der Lombardei mit Piemont, erhielt er eine Staatsanstellung in Mailand.

Gazzoletti pflegte mit Vorliebe die Ballade und folgte hier den Anregungen, die Niccolò Tommaseo den Italienern durch seine Übertragung slawischer Volksgesänge gegeben hatte. Er ist der Autor eines in seiner Zeit populären patriotisches Gedichtes: Qual' è la patria dell' Italiano? (Was ist des Italieners Vaterland?), eine Nachahmung des Vaterlandslieds von Ernst Moritz Arndt Was ist des Deutschen Vaterland?.

Werke (Auswahl)

  • Versi (Triest 1838)
  • Galatti (Triest 1840)
  • Piccarda del Donati (Triest 1841)
  • Memorie e fantasie (Triest 1842)
  • Falco Lovaria (Triest 1845)
  • Poesie (Triest 1846)
  • La grotta d'Adelberga, canti tre, in drei Gesängen (Triest 1853);
  • Umberto Biancamano, Legende (Mailand 1863) u.
  • Poesie (Affetti e pensieri.- Racconti.- L'ondina d'Adelberga.- Fasti e nefasti.- Paolo.- La poetica d'Orazio.) (Florenz 1861)
  • Canzone per la festa secolare di Dante (Brescia 1865)

Seine Tragödie in fünf Akten Paolo, l'apostolo delle genti (Turin 1857, neue Ausg. 1873) wird unter die besten Theaterstücke Schöpfungen des modernen Italien gezählt. Ferner schrieb er mehrere Libretti, u.a. : La schiava greca, Florenz 1868,, Turanda (Musik Antonio Bazzini), Mailand 1867.

Literatur (Auswahl)

  • Muzio Majnoni: Antonio Gazzoletti poeta e patriota. Mailand 1894.
  • Bruno Emmert: Antonio Gazzoletti (20 marzo 1813-21 agosto 1866), saggio bibliografico. Trient 1910.
  • Gianpiero Turati: Un poeta dell'Italia sacrificata. Antonio Gazzoletti, 1813. Turin 1913.
  • Ferdinando Pasini: Antonio Gazzoletti (1813-1866). Rom 1914.
  • Giuseppe Stefani: Antonio Gazzoletti nella rivoluzione del quarantotto. Triest 1935.
  • Gioacchino Grasso: Antonio Gazzoletti e la musica. In: Studi goriziani, No. 93-94 (2001), Seite 99 - 128.

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