Antonio Magliabecchi

Antonio Magliabecchi (auch Magliabechi; * 23. Oktober 1633 in Florenz; † 4. Juli 1714 ebda.) war ein italienischer Gelehrter, Bibliophiler und Bibliothekar.

Antonio Magliabecchi, Kupferstich

Magliabecchi war bis zu seinem 40. Jahr Goldschmied, hatte sich aber schon von früher Jugend an durch Selbststudium nicht nur die Kenntnis der alten Sprachen, sondern auch eine außerordentliche Masse von literarhistorischem Wissen angeeignet.

Michele Ermini, Bibliothekar des Kardinals Leopoldo de’ Medici, entdeckte in ihm den großen Gelehrten, und Marmi verwandte ihn bei der Sammlung einer Bibliothek für den Großherzog des Herzogtums Toskana, Cosimo III. de’ Medici, deren Kustos er später wurde.

Seine bedeutende Büchersammlung (über 30.000 Bände) vermachte er dem Großherzog für die Einrichtung einer öffentlichen Bibliothek, sie ist besonders durch ihren Reichtum an Handschriften und alten Drucken hervorragend (Katalog derselben von Fossi, Florenz 1795, 3 Bde.). Die so genannte Magliabechiana wurde 1859 mit der Biblioteca Palatina di Firenze (der großherzoglichen Bibliothek) zur Italienischen Nationalbibliothek vereinigt. Magliabecchi selbst hat mehrere ältere Schriften herausgegeben. Eine Auswahl der an ihn gerichteten Briefe besorgte Giovanni Targioni-Tozzetti (Florenz 1745); viele andre finden sich in der Correspondance inédite de Mabillon et de [Bernard de] Montfaucon avec l'Italie (Paris 1847, 3 Bde.).

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen im Konvent des Klosters Santa Maria Novella in Florenz, wo er auch verstarb und wo er begraben liegt. Sein Vermögen hinterließ er den Armen.

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