Antonius Anderledy
Antonius Anderledy.

Anton Maria Anderledy (* 3. Juni 1819 in Berisal bei Brig, Kanton Wallis; † 18. Januar 1892 in Fiesole, Toskana) war 23. General der Jesuiten.

Leben

Anton Maria Anderledy wurde in der deutschsprachigen Schweiz geboren, trat 1838 in den Jesuitenorden ein und studierte Philosophie und Theologie an den Universitäten in Rom und Freiburg im Üechtland. Als nach Besiegung des Sonderbundes 1847 der Jesuitenorden auch aus Freiburg vertrieben wurde, begab sich Anderledy nach Piemont und 1848, als auch hier der Jesuitenorden verboten ward, nach Nordamerika, wo er Pfarrer in Green Bay wurde.

Im Jahre 1851 kehrte er nach Deutschland zurück und leitete zwei Jahre lang Jesuitenmissionen in Bayern, im Ermland und am Niederrhein, bis er 1853 Rektor der theologischen Studienanstalt der Gesellschaft Jesu in Köln wurde. 1856 berief man Anderledy als Rektor an das Theologische Kolleg Paderborn und er hatte dieses Amt drei Jahre inne. 1859 avancierte Anderledy zum Provinzial des Ordens und 1865 berief man ihn als Professor der Moraltheologie nach Maria Laach Vier Jahre später ernannte man ihn zum Rektor der Abtei Maria-Laach und 1870 Assistent des Jesuitengenerals Peter Johann Beckx in Rom.

Nachdem er dies wichtige Amt 13 Jahre bekleidet und sowohl Charakterfestigkeit als hohe Geistesgaben dabei bewährt hatte, wurde er von der zu Florenz versammelten Generalkongregation des Jesuitenordens, allerdings erst nach längeren Verhandlungen und nicht ohne Widerstand seitens der romanischen Ordensmitglieder, 1883 zum Generalvikar erwählt und folgte, als Pater Beckx wegen hohen Alters zurücktrat, diesem 1884 als General der Gesellschaft Jesu.

Weblinks


Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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