Apenninenhalbinsel
Apenninhalbinsel

Der Apennin (auch die Apenninen; italienisch gli Appennini) ist ein rund 1500 km langer Gebirgszug, der die nach ihm benannte italienische (Apenninen-)Halbinsel in Nordwest-Südost-Richtung durchzieht.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der Apennin, die Hauptwasserscheide Italiens, beginnt im Nordwesten Italiens und bildet im Ligurischen Apennin die Fortsetzung der Ligurischen Alpen. Die Grenze zwischen Alpen und Apennin bildet der Col di Cadibona (436 m). Von dort reicht er Richtung Osten bis zur Adriaküste, wo er sich nach Süden wendet und in den Abruzzen mit dem Massiv des Gran Sasso d'Italia (2.912 m) seine größte Höhe erreicht. Noch weiter südwärts teilt sich der Apennin in einzelne kleinere Gebirgsteile wie die Sila und den Aspromonte auf und findet seine Fortsetzung in den Gebirgen Nordsiziliens.

Gesteine

Der Apennin ist ein alpidisches Kettengebirge, das seine Auffaltung dem Anprall der Afrikanischen gegen die Eurasische Platte verdankt. Er besteht aus Kalken, Dolomitgesteinen, Sandsteinen, Schiefern, Mergeln und Tonen, teilweise auch aus kristallinem Grundgebirge.

Klima

Apennin in der Emilia (im Hintergrund die markante Pietra di Bismantova)

Im Apennin herrscht typisches Gebirgsklima mit niedrigen Temperaturen, jedoch starken Temperaturschwankungen und hohen Niederschlägen. Im Hügelland und den Vorgebirgen ist das Klima mediterran beeinflusst, mit Niederschlagsmengen von etwa 800 mm und einer deutlichen Sommertrockenheit. In den subalpinen Regionen steigt die Niederschlagsmenge auf über 1300 mm, wobei ein deutlicher West-Ost-Unterschied besteht.

Flora und Fauna

Die Vegetation der Küstenregionen reicht bis etwa 600 Meter, wo sie in einen Gürtel aus Edelkastanien und Eichen und noch höher Nadelhölzern übergeht. Die Baumgrenze liegt bei etwa 2000 m.

Ein im Apennin endemisches Tier ist der Brillensalamander. Der Bardigiano ist die heimische Pferderasse.

Verkehr

Der Apennin wird von vielen Autobahnen überquert, wie zum Beispiel den Strecken MailandGenua (A7), ParmaLa Spezia (A15), BolognaFlorenz (A1) (Autostrada del Sole) oder PescaraRom (A24/A25). Die meisten Pässe liegen zwischen 500 und 1000 m, teilweise noch höher. Die Eisenbahn Bologna–Florenz durchquert das Gebirge im 1934 eröffneten 18,5 km langen Apennin-Basistunnel.

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