Apfel der Zwietracht
Das Urteil des Paris, Peter Paul Rubens, ca 1636 (National Gallery (London))

Der Begriff Zankapfel (auch Apfel der Zwietracht oder Erisapfel) beschreibt umgangssprachlich den Kern eines strittigen Themas, den zentralen Punkt der Auseinandersetzung, den Gegenstand eines Streites.

Ursprung

Der Begriff geht zurück auf die griechische Mythologie. Der Zankapfel ist der Sage nach, wie sie von der Chrestomathie des Proklos, der Epitome des Apollodorus und bei einem Scholiasten zu Homers Ilias erzählt wird, der goldene Apfel der Zwietracht. Bei der Hochzeit des Peleus und der Thetis (den späteren Eltern des Achilleus), soll die Göttin Eris (römisch Discordia) einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ (altgriechisch: καλλίστῃ, „kallistä“, lateinisch „pulcherrimae“) zwischen die Göttinnen geworfen haben, und zwar aus Ärger darüber, dass sie nicht eingeladen war. Da Zeus sich weigerte, den sogleich entstandenen Streit, wem denn nun der Apfel gebühre, zwischen Hera, Pallas Athene und Aphrodite zu schlichten, musste (auf Anweisung von Zeus) das Urteil des Paris dies entscheiden, was wiederum den Trojanischen Krieg auslöste. Der Begriff lässt sich zuerst nachweisen bei dem spätantiken Schriftsteller Junianus Justinus, der von einem „malum Discordiae“ spricht (XII, 15; XVI, 3).[1]

Adaption

Der zweite Band der Illuminatus!-Trilogie von Robert Anton Wilson trägt den Titel Der Goldene Apfel, in Anspielung auf den Apfel der Eris. Dieser spielt außerdem eine zentrale Rolle im Diskordianismus als Symbol für das Chaos. Im Buch wird die Aufschrift des Apfels irrtümlich neugriechisch angegeben (καλλίστι, kallisti).

Einzelnachweise

  1. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zankapfel?hl=zankapfel

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