Apfelthal
Apfelthal
Koordinaten: 48° 52′ N, 10° 58′ O48.87361111111110.974166666667Koordinaten: 48° 52′ 25″ N, 10° 58′ 27″ O
Postleitzahl: 91804
Vorwahl: 09145

Apfelthal ist ein zur Marktgemeinde Mörnsheim gehörender Weiler im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Apfelthal ist der westlichste Ort im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Aufgrund seiner wenigen Gebäude (weniger als zehn Bauten, nicht alle bewohnt) ist er ein Weiler. Er gehört zur Gemarkung Mühlheim.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Der Weiler liegt versteckt in den Ländereien zwischen Mörnsheim und Solnhofen. Erreichbar ist er über die von Mörnsheim nach Solnhofen führende Straße. Mit seinen Nachbarorten kann Apfelthal dem bedeutenden Zentrum des Abbaus von Juraplattenkalk (Solnhofener Plattenkalk) zugeordnet werden. Apfelthal ist umgeben von Wäldern, Feldern, Tälern und sanften Höhen einschließlich der auftauchenden Steinbrüche. In unmittelbarer Nähe des Ortes treffen die Regierungsbezirke Oberbayern, Schwaben und Mittelfranken zusammen.

Geschichte

Der Weiler entstand in dem Jahrzehnt nach 1850, bedingt durch den Abbau der Kalkschieferplatten. Hier siedelten vorwiegend arme Menschen; daher rührt auch die früher gebräuchliche negative Rede Außenstehender vom „Jammerthal“. Neben dem Abbau von Juraplattenkalk in den Steinbrüchen der Umgebung und in einem Natursteinwerk des Weilers selber lebten und leben die wenigen Einwohner (1877: 22, 1912: 34, 1938: 25, 1950: 42, 1973: 29) von der Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte. 1969 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt.

Am 1. Juli 1972 wurde Apfelthal zusammen mit der Gemeinde Mühlheim, der der Ort angehörte, in den Markt Mörnsheim umgegliedert.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Jahre 2003 wurde oberhalb des Apfelthals ein Steinbruchlehrpfad mit Fossilienerlebnisplatz errichtet. Der Lehrpfad führt auf einer Strecke von ca. 1,5 Kilometer durch den Wald zum Fossilienerlebnisplatz. Auf dem Weg informieren Tafeln über die Entstehung der Plattenkalke und der Fossilien, über die Verwendung des heimischen Natursteins und das richtige Suchen nach Versteinerungen.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 456

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