Apistogramma cacatuoides
Kakadu-Zwergbuntbarsch

Kakadu-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides)

Systematik
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Geophaginae
Gattung: Apistogramma
Art: Kakadu-Zwergbuntbarsch
Wissenschaftlicher Name
Apistogramma cacatuoides
Hoedeman, 1951
Weibchen mit Jungen

Der Kakadu-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides) ist eine Art aus der Familie der Buntbarsche. Er zählt zu den weltweit beliebtesten Aquarienfischen. Sein Fortbestand als Art ist im Gegensatz zu anderen Arten aus der Gattung der Apistogramma gesichert, da er vielfältig in Aquarien nachgezüchtet wird. Allerdings weisen die mittlerweile in zahlreichen Generationen gezüchteten Aquarienfische deutlich andere Farben als die Wildform auf.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Das Männchen der Kakadu-Zwergbuntbarsche erreicht eine Körperlänge von acht Zentimeter. Die Weibchen bleiben wesentlich kleiner und erreichen ausgewachsen nur eine Länge von 5 Zentimeter, zudem haben sie nicht so lang ausgezogene Flossen wie die Männchen [1]. Die Fische haben einen wenig langgestreckten und mäßig hohen Körper. Das Maul ist im Verhältnis zum Körper verhältnismäßig groß und hat auffällig wulstige Lippen. Kennzeichnendes Merkmal sind drei bis vier wellenförmige Streifen am Unterbauch. Sie treten bei beiden Geschlechtern auf.

Vorkommen

Wie alle Buntbarsche der Gattung der Apistogramma hat auch diese Art nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet. Bis jetzt ist er nur in der Nähe der peruanischen Stadt Pucallpa am Rio Ucayali nachgewiesen. Sein Lebensraum sind kleine, flache Wasserläufe oder lagunenartige Wasseransammlungen im Regenwald. Die Fische halten sich bevorzugt in sehr flachen Wasserzonen mit einer Temperatur zwischen 24 und 28 °C auf. Typisch ist eine dicke Laubschicht auf dem Boden der Gewässer, zwischen denen sich die Fische aufhalten. Auch Unterwasserpflanzen und Steine werden als Versteck benutzt.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt die Eier an der Decke einer Höhle oder unter Blattunterseiten ab. Es kümmert sich alleine um die Brut, während das Männchen das Brutrevier verteidigt.

Aquaristik

Im natürlichen Lebensraum weisen die Gewässer, in denen diese Art bis jetzt gefunden wurde, weiches bis mittelhartes und leicht basisches Wasser auf. Männchen sind revierbildend, deswegen sollte nur ein Paar, oder ein Männchen mit 2 Weibchen gehalten werden. Die verhältnismäßig scheuen Fische sollten nur mit sehr ruhigen Beifischen gemeinsam gehalten werden.

Zuchtformen

  • [Wildform: nur ganz leichte Färbungen]
  • Albino: heller Körper mit leichter Musterung und roten Augen
  • Doppelrot: Rückenflosse und Schwanzflosse sind rot-schwarz gemustert.
  • Dreifachrot: Rücken, Schwanz und Afterflosse sind rot-schwarz gemustert
  • Orange Flash: Orange Rücken, Schwanz, Afterflosse

Hinweise

  1. Wally Kahl / Burkard Kahl / Dieter Vogt, Kosmos Atlas Aquarienfische, Seite 220, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co Stuttgart 2003

Literatur

  • Horst Linke, Wolfgang Staeck: Kleine Buntbarsche - Ein Handbuch für Bestimmung, Pflege und Zucht. Tetra Verlag, Bissendorf 2001, ISBN 3-89745-100-X.

Weblinks


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