Apollo Schwabing
Filmdaten
Deutscher Titel: Verschwende deine Jugend
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2003
Länge: ca. 97 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 6
Stab
Regie: Benjamin Quabeck
Drehbuch: Ralf Hertwig,
Kathrin Richter
Produktion: Jakob Claussen,
Thomas Wöbke
Musik: Lee Buddah
Kamera: David Schultz
Schnitt: Tobias Haas
Besetzung

Verschwende deine Jugend ist ein 2003 veröffentlichter deutscher Film, der in der Elektronische/New Wave- bzw. späten Punk-Szene spielt. Darsteller sind u.a. Tom Schilling, Robert Stadlober und Jessica Schwarz.

Der Film weist mit dem gleichnamigen Buch Verschwende Deine Jugend, das 2001 erschien, vom Inhalt her kaum Gemeinsamkeiten auf, jedoch haben sich der Drehbuchautor Ralf Hertwig und Benjamin Quabeck vom Buch inspirieren lassen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Harry lebt zu Beginn der 1980er Jahre in München. Er ist vom Land in die Stadt gezogen, um dort eine Ausbildung als Bankkaufmann zu absolvieren. Nach der Arbeit versucht er sich als Manager der Band Apollo Schwabing, welche im tristen München zusammen mit vielen anderen Synthpop-Bands ein Schattendasein führt. Um dem Abhilfe zu schaffen, organisiert Harry ein Konzert im Circus Krone, für welches er die angesagte NDW-Gruppe D.A.F. gewinnen will. "Apollo Schwabing" und einige andere Bands aus der Umgebung sollen dort als Vorband spielen um so auf sich aufmerksam zu machen. Er lässt aufwändig Plakate drucken und hängt diese überall in der Stadt auf. Das Projekt gerät jedoch in Schwierigkeiten, da der geplante Headliner D.A.F. auch kurz vor dem Termin noch überhaupt nicht zugesagt hat. Harry gelingt es durch einen kleinen Trick (er gibt sich als Reporter einer bekannten Zeitschrift aus), die Zusage von D.A.F. zu erlangen. Endlich kann sein Traumkonzert starten. Doch aus Harrys Enthusiasmus wird bald Panik, denn obwohl alle Karten verkauft sind, stellt er fest, dass er die Gage von D.A.F. überhaupt nicht bezahlen kann. Er verkauft alle seine Wertgegenstände, sein Auto, seine geliebten Platten, doch die Summe reicht nicht aus. Der Auftritt von D.A.F. scheint direkt vor Ihrem Auftritt zu platzen. Harry sieht nur noch einen Ausweg: Er beraubt seine eigene Sparkassenfiliale. Leider scheint er vom Pech verfolgt zu sein, denn dort befinden sich nur geringe Mengen an Bargeld. Zurück im Zirkus Krone bietet er dem Manager von D.A.F. das Geld als erste Zahlung an, und will den Rest abbezahlen. Der Manager lehnt dieses jedoch energisch ab. Harry muss seine Schüchternheit gegenüber Publikum überwinden und tritt auf die Bühne und sagt den Auftritt von D.A.F. ab. Vorher hat er noch bei der Polizei seinen Einbruch gemeldet und geht nun in Richtung Ausgang, um sich der Polizei zu stellen. Kurz vor dem Ausgang hört er, dass D.A.F. doch anfangen zu spielen. Sein Traum ist trotz allen Schwierigkeiten doch noch wahr geworden! Er stellt sich der Polizei und wird zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Soundtrack

Bis zur Verfilmung war bereits eine Soundtrack-Doppel-CD zum Buch erhältlich. Zusätzlich erschien ein Soundtrack extra zum Film.

  1. Intro
  2. Manicured Noise - Metronome
  3. Apollo Schwabing - Popmaschinen
  4. The Human League - Being boiled
  5. Ülük Froschmaske - Maquinas Caminam!
  6. (Score) Bayerischer Hof
  7. XTC - Making plans for nigel
  8. Apollo Schwabing- asteroidenalarm
  9. DAF - Der Mussolini
  10. The Cure - Fire in cairo
  11. Clockwork Electric - Sure Fire
  12. Apollo Schwabing - Plastik isoliert
  13. Palais Schaumburg - Wir bauen eine neue Stadt
  14. Male - Risikofaktor 1:x
  15. The Cure - A Forest
  16. Apollo Schwabing - Ach, ja!?
  17. (score) - Banküberfall
  18. Die elektrischen Zwerge - Schneewittchen
  19. Apollo Schwabing - Der Löwe
  20. Mohanett - Conspiracy Theory
  21. DAF - Verschwende deine Jugend
  22. Die Sterne - Sorglos

Kritiken

epd Film, 2003: „Dank der sichtlich begeisterten Schauspieler und einer detailgenauen Ausstattung gelingt es ihm, ein Lebensgefühl auf den Punkt zu bringen. (...) Ein stimmiges Kapitel bundesrepublikanischer Mentalitätsgeschichte.“ [1]

Jürgen Teipel, der Autor des gleichnamigen Buches, nahm öffentlich Abstand vom Spielfilm und bezeichnete ihn als „politisch völlig unreflektiert“ und „nicht mehr als eine nette Geschichte“.[2]

Literatur

  1. epd Film Nr. 7/2003, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt a.M., S. 41
  2. Interview mit Jürgen Teipel zur Berlinale 2005

Weblinks


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