Apostelkirche (Hannover)
Apostelkirche

Die Apostelkirche in Hannover ist das Kirchengebäude der evangelisch-lutherischen Apostel-Kirchengemeinde in der Oststadt von Hannover.

Inhaltsverzeichnis

Gemeinde und Baugeschichte

Die Gemeinde der Apostelkirche wurde am 1. Mai 1884 als Tochtergemeinde der Christuskirche gegründet. Die Neugründung war erforderlich geworden, da die Christuskirche seinerzeit 30.000 Gemeindeglieder zählte. Der Kirchenbau wurde 1880-1884 nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase als neugotische Backsteinbasilika auf einem dreiecksförmigen Grundstück ausgeführt. Der 50 m hohe Kirchturm hat eine gemauerte Spitze, die mit Kupferdach verkleidet ist. Pfarrhaus und sonstige Umgebungsbebauung bilden mit der Kirche ein gemeinsames Ensemble. Im Zweiten Weltkrieg mit den vielen Luftangriffen alliierter Bomberverbände blieb die Kirche als eine der wenigen städtischen Kirchen Hannovers weitgehend unbeschädigt. Lediglich die Fenster wurden zerstört. Die übrige von Hase entworfene Innenausstattung (Kanzel, Altar, Lesepult und Taufstein) ist original erhalten.

Orgel und Glocken

Die ursprüngliche Orgel stammte von der Elzer Orgelbaufirma Philipp Furtwängler & Söhne. Sie wurde aufgrund ihrer zunehmenden Unbespielbarkeit, die teilweise noch auf die Kriegsschäden zurückzuführen war, 1971/72 durch einen 24-Register-Neubau der Nachfolgefirma Emil Hammer Orgelbau ersetzt und am 19. März 1972 in einem Festgottesdienst eingeweiht.

Neue Glocken wurden 1977 durch die Glockengießerei Rincker gegossen.

Sonstiges

In der Apostelkirche wurde Landesbischof Hanns Lilje (1899-1977) getauft, konfimiriert und ordiniert.

Literatur

  • 1884-1984. 100 Jahre Apostelkirche Hannover, o. O. [1984]
  • Wolfgang Puschmann: Apostelkirche , in: Hannovers Kirchen. 140 Kirchen in Stadt und Umland. Hrsg. von Wolfgang Puschmann. Hermannsburg: Ludwig-Harms-Haus 2005, S. 12–15. ISBN 3-937301-35-6, S. 39f.

Weblinks

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