Apostolischer Palast
Blick über den Petersplatz zum Apostolischen Palast

Der Apostolische Palast (auch: Papstpalast, Vatikanpalast) ist die offizielle Residenz des Papstes in der Vatikanstadt. Er beherbergt neben den päpstlichen Appartements auch Kapellen und Büros der römischen Kurie sowie Teile der Vatikanischen Museen.

Inhaltsverzeichnis

Das Gebäude

Karte des Vatikan: Der Apostolische Palast zwischen Petersplatz rechterhand, Petersdom mittig, und Vatikanmuseen Mitte oben.

Der Palast ist ein Gebäudekomplex mit etwa 1.400 Räumen, und ist mit 55.000 m² Grundfläche eines der größten Bauwerke der Welt. Die Paläste wurden 1508–1519 von Antonio da Sangallo d.J. errichtet, und erstrecken sich rund um den zentralen Cortile San Damaso, der bis 1519 von Donato Bramante gestaltet wurde.[1]

Teile des Palastes sind in die Vatikanischen Museen integriert (so zum Beispiel die Sixtinische Kapelle, die Cappella Niccolina, die Stanzen des Raphael und das Appartamento Borgia).

Betrieb

Die päpstlichen Gemächer lagen zunächst im zweiten Stockwerk, die letzten drei Fenster rechts. Hier befindet sich bis heute rechts außen das Schlaf- und Sterbezimmer von Papst Leo XIII. (1878–1903). Es ist deshalb bis heute unberührt geblieben, da sein Nachfolger, Pius X. (1903–1914) in das dritte Stockwerk, die Zimmer genau über dem zweiten, umzog. Hier residieren die Päpste bis heute. Seit diesem Zeitpunkt starben im letzten Zimmer rechts im dritten Stockwerk folgende Päpste: Pius X. (1903-1914), Benedikt XV. (1914–1922), Pius XI. (1922–1939), Johannes XXIII. (1958–1963), Johannes Paul I. (1978) und Johannes Paul II. (1978–2005). Die Päpste Pius XII. (1939–1958) und Paul VI. (1963–1978) starben jeweils in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo. Zwischen Juli und September befindet sich der Papst ebendort.

Bewacht wird der Palast von der Schweizergarde.

Bis 1871 war die offizielle Sommerresidenz der Quirinalspalast. Nachdem der Kirchenstaat 1870 dem Königreich Italien einverleibt wurde, wurde der Quirinalspalast zur Residenz des Königs und nach 1946 zur Residenz des Präsidenten der italienischen Republik.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Apostolischer Palast – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Cortile San Damaso. In: archINFORM. Abgerufen am 1. Dezember 2009


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