Appenzeller Bahnen AG


Niederflursteuerwagen ABt 122 in St. Gallen mit dem neuen Signet auf der Stirnfront; St. Gallen 1. März 2007

Die Appenzeller Bahnen (AB) mit Hauptsitz in Herisau betreiben ein Netz von Eisenbahnen in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden sowie St. Gallen in der Schweiz.

An den Generalversammlungen 2006 der betroffenen Gesellschaften wurde die Fusion der Appenzeller Bahnen, rückwirkend auf den 1. Januar 2006, mit der Rorschach-Heiden-Bergbahn (RHB), der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen (RhW) und der Trogenerbahn (TB) beschlossen. Es wurde die Form der Absorptionsfusion gewählt, das heisst die grössere AB übernahm die TB, RHB und RhW. Die heutige AB ist also immer noch die 1886 gegründete Gesellschaft (Handelsregistereintrag 26. Juli 1886).

Die Gesellschaft betreibt die Schmalspurstrecken St. Gallen–Gais–Appenzell, Gossau SG–Appenzell–Wasserauen, Altstätten SG–Gais, St. Gallen–Trogen, Rheineck–Walzenhausen sowie die Normalspurstrecke Rorschach–Heiden.

Geplante Durchmesserlinie

Geplant ist eine Durchmesserlinie durch die Stadt St. Gallen, so dass direkte Züge von Trogen via Speicher, St. Gallen, Teufen und Gais nach Appenzell möglich wären. Bevor dies aber realisiert werden kann, muss der Zahnradabschnitt der AB auf St. Galler Stadtgebiet durch Adhäsionsbetrieb ersetzt werden. Vorgeschlagen ist, die Bahn ab der Haltestelle Riethüsli in einem Tunnel hinunter zur Geltenwiler Strasse zu führen. Oberirdische Lösungen oder die Beschaffung von Adhäsionsrollmaterial, das die bestehende Steigung bewältigen kann, erwiesen sich als weniger vorteilhaft.

Die Durchmesserlinie soll mit den neuesten TB-Fahrzeugen betrieben werden, die durch weitere derartige Triebwagen ergänzt werden müssten. Um den durchgehenden Betrieb zu ermöglichen, muss die Fahrdrahtspannung der Strecke St. Gallen - Trogen (von derzeit 1000 V) auf 1500 V Gleichstrom erhöht werden und auf der Strecke St. Gallen - Appenzell müssen die Weichen den schmaleren Spurkränzen angepasst werden, die in die Tramschienen in den Strassen der Stadt St. Gallen passen. Dabei muss aber die Befahrbarkeit für das übrige Rollmaterial mit breiteren Spurkränzen gewährleistet werden.

Die Gesamtkosten des Projekts werden heute mit 80 Mio. Fr. beziffert. Dabei hofft man auf einen namhaften Beitrag aus dem Infrastrukturfonds der Eidgenossenschaft. Dazu muss zunächst die Durchmesserlinie ins Agglomerationsprogramm aufgenommen und dieses Programm danach genehmigt werden.

Ehemalige Gesellschaften

Die Appenzeller Bahnen entstanden aus den folgenden ehemaligen Gesellschaften, die Geschichte dieser Gesellschaften ist in den entsprechenden Artikeln zu finden:

Weblinks


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