Appenzeller Land

Appenzellerland heisst die hügelige, von Weideland und Streusiedlungen geprägte Landschaft der beiden (Halb-)Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Vollständig vom Kanton St. Gallen umschlossen, ist es im Norden durch die Stadt St. Gallen, im Osten durch das St. Galler Rheintal, im Süden durch die Appenzeller Alpen mit Säntis und Hohem Kasten und im Westen durch das Toggenburg begrenzt.

«Appenzellerland» ist ein geographischer Begriff; in politischem Zusammenhang wird eher der Ausdruck «beide Appenzell» verwendet.

Siehe auch: Appenzell

Geographie

Das mittlere Höhenniveau liegt bei 800 Metern.

Im Süden des Landes nimmt der hügelige, spärlich bewaldete Landschaftstyp allmählich voralpinen Charakter an. Die Ebenalp ist ein von Alpweiden bedeckter Höhenzug, der von bizarren Felsformationen überragt wird. Die Alpengipfel von Säntis und Churfirsten bewegen sich auf einem Höhenniveau von zweieinhalbtausend Metern. Der Säntis bildet gemeinsam mit dem Altmann eine Doppelspitze, beide gehören zum Alpsteinmassiv. Im von Hochweiden bedeckten Vorgebirge prägen weit verstreute Gehöfte das Landschaftsbild. Dort liegt auch der Seealpsee mit seinem typisch dunklen Wasserspiegel.

Die Weidewirtschaft ist noch heute überall verbreitet. Der Alpauf- und -abtrieb der Rinderherden ist im südlichen Appenzellerland immer noch ein grosses, von Feierlichkeiten eingerahmtes Ereignis, bei dem die traditionellen Trachten allgegenwärtig sind.

Brauchtum

Im Appenzellerland haben sich viele alte Bräuche erhalten.

Im Hinterland von Appenzell Ausserrhoden wird der Brauch des Silvesterchlausens gepflegt. Das Chlausen findet je nach Ortschaft am 31. Dezember oder 13. Januar statt.

Im katholischen Innerrhoden tragen Frauen an Feiertagen wie Fronleichnam ihre traditionelle Tracht mit Flügelhauben aus Tüllstickerei.

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