Apple Mac mini
Apple Mac mini
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Gehäuse des Mac mini der ersten bis vierten Generation
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Mac mini der 6. Generation
Technische Daten (Überblick)
Prozessor: 2,3 GHz Dual-Core Intel Core i5
Grafik: Intel HD Graphics 3000 mit 288 MB (DDR3-SDRAM) oder AMD Radeon HD 6630M mit 256 MB (GDDR5)
Arbeitsspeicher: 2 GB RAM, erweiterbar auf bis zu 8 GB RAM (1333 MHz DDR3-SDRAM)
Laufwerk: optionales SuperDrive mit Double-Layer-Unterstützung (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
Festplatte: wahlweise 500 oder 750 GB Serial-ATA-Festplatte (5.400 U/Min)
Anschlüsse: USB 2.0 (4x), Thunderbolt, HDMI (HDMI auf DVI-I Adapter nicht im Lieferumfang enthalten), Audio Aus- und Eingang, 10/100/1000 Ethernet, WLAN 802.11n, Bluetooth 2.1
Mitgelieferte Software: Mac OS X Lion, iLife '11
Extras:
  • Apple Remote (IR-Fernbedienung)
  • mini-Display-Port auf VGA-Adapter
Maße: 19,7 × 19,7 × 3,6 cm

Der Mac mini ist ein von Apple entwickelter Kompaktcomputer. Er wurde am 11. Januar 2005 auf der Macworld Expo in San Francisco der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Mac mini hat die Abmessungen 19,7 × 19,7 × 3,6 cm und wiegt etwa 1,22 kg. Er wird mit dem Betriebssystem Mac OS X und dem Softwarepaket iLife, aber ohne Monitor, Tastatur und Maus ausgeliefert.

Der Mac mini zeichnet sich durch einen geringen Stromverbrauch und einen niedrigen Geräuschpegel aus, was unter anderem durch den Einsatz eines stromsparenden Mobilprozessors (Intel Core 2 Duo) erreicht wird. Das Netzteil ist beim Mac mini ab der fünften Generation intern ausgeführt.

Gefertigt wird der Mac mini von dem taiwanischen Auftragshersteller Foxconn.

Inhaltsverzeichnis

Mac mini G4 (1. Generation)

Der erste Mac mini wurde am 11. Januar 2005 auf der Macworld Expo in San Francisco der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Gerät verfügte über einen auf der Hauptplatine verlöteten PowerPC-G4-Prozessor mit 1,25 oder 1,42 GHz Taktfrequenz in zwei, später drei Ausstattungsvarianten. Die größeren Modelle wurden mit einem SuperDrive und einer 80-GB-Festplatte ausgeliefert, die kleineren mit einem CD-RW-Combodrive und einer 40-GB-Festplatte. Während im kleinsten Modell immer ein 56K-V.92-Modem eingebaut war, war es beim größeren ab Mitte 2005 nur noch auf Bestellung eingebaut. Ein Bluetooth-Modul und eine Airport Extreme-Karte war ab Mitte 2005 im größeren mini ab Werk eingebaut. Als Grafikkarte wurde in allen G4 minis eine Radeon 9200 mit 32 MB VRAM verbaut. Nur im 1,5-GHz-Modell verfügt diese über 64 MB. Die Grafikkarte hatte einen DVI-I-Ausgang und war nicht Core Image-fähig.

Der Mac mini G4 arbeitet mit einem geregelten Lüfter, der Geräuschpegel liegt im Leerlauf laut Computermagazin c't bei 0,3 sone und springt auf 1,6 sone unter Last (Mac mini G4). Die Leistungsaufnahme des Mac mini G4 liegt bei 18 Watt im Normalbetrieb bzw. maximal 30 Watt unter Volllast.

Der Mac mini verfügt darüber hinaus über zwei USB-2.0-, einen Firewire-400- und einen 10/100-MBit-Ethernet-Anschlüsse sowie einen Line-Out-Ausgang. Es kann ein DDR-SDRAM-Modul (PC-2700) eingebaut werden, dieser Steckplatz ist werksseitig mit einem 256-MB-Modul bestückt. Der Arbeitsspeicher kann somit auf bis zu 1 GB (als ein Modul) erweitert werden. Die Festplatte ist ein 2,5"-ATA-Modell, das eingebaute optische Laufwerk ein ATA-Notebook-Laufwerk mit Einzugsmechanik. Somit ist der Mac mini, von der technischen Seite her gesehen, ein iBook G4-Derivat in einem Desktop-Gehäuse.

Mit der Einführung des MacOS X 10.4 Tiger-Betriebssystems wurde die Modellpalette Mitte 2005 auf drei Varianten aufgestockt und der Arbeitsspeicher auf 512 MB verdoppelt. Beim sogenannten „Silent-Upgrade“ im September 2005 wurde die Taktfrequenzen auf 1,33 GHz bzw. 1,5 GHz erhöht, der Preis blieb unverändert. Der Speicher war nun DDR-SDRAM PC3200U.

Mac mini Intel (2. Generation)

Mac mini
Schnittstellen an der Rückseite eines Mac mini

Am 28. Februar 2006 wurde der Mac mini der zweiten Generation mit Intel-Hardware in zwei Ausstattungsvarianten vorgestellt. Äußerlich dem Vorgänger gleichend, wurde die eingebaute Technik grundlegend überarbeitet und der technische Übergang zur Intel/x86-Technik vollzogen. Innerhalb kurzer Zeit wurden alle Rechner von Apple auf Intels Core-Prozessoren umgestellt. Nicht geändert wurde der oft als unergonomisch empfundene Ein-/Ausschalter auf der Rückseite des Gerätes.

In der ersten Ausstattungsvariante verfügt der Rechner über eine Core-Solo-T1200-CPU mit einer Taktung von 1,5 GHz und eine 60-GB-2,5"-SATA-Festplatte mit 5400 U/min sowie über ein CD-RW-Combo-Laufwerk.

Die zweite Ausstattungsvariante enthält die Mehrkern-CPU Core Duo T2300 mit einer Taktung von je 1,66 GHz und eine 9,5 Millimeter hohe 80-GB-2,5"-SATA-Festplatte mit 5400 U/min sowie ein DVD-R/DVD-RW-SuperDrive mit der Fähigkeit, Double-Layer-Rohlinge zu beschreiben.

Beide Modelle haben 512 MB Arbeitsspeicher, deren zwei 256 MB DDR2-667-Module in SO-DIMM-Steckplätzen stecken. Der Mac mini der zweiten Generation verfügt nun also über zwei statt nur einem Steckplatz für Speichermodule und kann – entgegen der offiziellen Herstellerangabe – bis zu 4 GB Arbeitsspeicher aufnehmen, von denen systembedingt aber nur maximal 3 GB genutzt werden können. Bedingt durch die Chipsatz-Grafik (s. u.), sollten grundsätzlich zwei gleiche Module eingebaut werden, da hierdurch der Dual-Channel-Modus des Speichers genutzt wird und sich so ein Geschwindigkeitsvorteil ergeben soll.

Die Ethernet-Schnittstelle ist nun eine 10/100/1000-MBit-Variante. Der Mac mini der zweiten Generation verfügt über einen analogen Line-Out- und einen Line-In-Anschluss, über optische Ein- und Ausgänge für die Tonausgabe und kann damit auch Raumklang ausgeben. Die Anzahl der USB-Anschlüsse wurde auf vier erweitert, es existiert eine Firewire-400-Schnittstelle. Die Grafikkarte des Mac mini ist ein im (Intel-)Chipsatz integrierte GMA950-Grafikprozessor, sie wird unter Mac OS X mit fest eingestellten 64 MB „shared RAM“ betrieben. Das auf dem Mac mini mit Boot Camp installierbare Windows XP nutzt dynamisch zwischen 16 MB und 128 MB „shared RAM“. Die Grafikkarte kann die Bildsignale über DVI-I ausgeben (der VGA-Adapter liegt wieder bei), neu ist die Unterstützung für S-Video mit dem als Zubehör erhältlichen Adapter.

Ebenfalls neu ist ein eingebauter Infrarotempfänger, welcher mit der ebenfalls mitgelieferten Fernbedienung Apple Remote für Front Row zusammenarbeitet. Der Empfänger wurde von Apple direkt im Gehäuseschlitz für das optische Laufwerk integriert. Beide Modelle bringen nun standardmäßig AirPort Extreme und Bluetooth mit. Das Modem der ersten Mac-mini-Generation ist nicht mehr Bestandteil des Lieferumfangs, es kann jedoch als externes USB-Gerät nachgekauft werden.

Eine weitere Neuerung ist, dass die CPU des Mac mini nun in einem Prozessorsockel (Sockel 479) sitzt und damit theoretisch zu einem späteren Zeitpunkt durch ein leistungsfähigeres Modell getauscht werden kann.

Dem Mac mini der zweiten Generation liegen Mac OS X 10.4 Tiger und iLife '06 bei. Zusätzlich sind die Programme Big Bang Board Games und Comic Life sowie diverse Demos installiert.

Am 6. September 2006 führte Apple eine Produkt-Verbesserung durch, bei der auch die Mac-mini-Serie mit neuen Prozessoren ausgestattet wurde. Der Core-Solo-Prozessor wurde dabei aus dem Programm genommen. Die Ausstattungsvariante mit dem bisherigen Intel Core Duo T2300 mit 1,66 GHz wird ergänzt durch eine teurere Ausstattungsvariante mit 1,83 GHz (T2400).

Am 7. August 2007 wurde angekündigt, den Mac mini mit neueren Prozessoren vom Typ Core 2 Duo auszustatten, wahlweise mit 1,83 (T5600) oder 2 GHz (T7200). Außerdem gehört nun Mac OS X 10.5.3 und iLife '08 zum Lieferumfang.

Mac mini Intel (3. Generation)

Am 3. März 2009 stellte Apple eine weitere Version des Mac mini vor, ausgestattet mit Core-2-Duo-Prozessoren, wahlweise mit 2,0 oder 2,26 GHz. Das aktuelle Modell verfügt über einen gegenüber dem Vorgänger leistungsfähigeren Grafikprozessor (Nvidia Geforce 9400M) sowie einen Mini-DisplayPort als Ergänzung zum weiter vorhandenen Mini-DVI-Port. Der Mac mini wird weiterhin mit 1 GB Speicher ausgeliefert, kann aber auf bis zu 4 GB erweitert werden. Das drahtlose Netzwerk ist jetzt kompatibel zum 802.11n-Standardentwurf, außerdem hat der Mini nun fünf USB-Anschlüsse. Die Transferrate des FireWire-Anschlusses wurde auf 800 Mbit/s erhöht. Die bisher im Lieferumfang enthaltene Apple Remote (Infrarotfernbedienung) ist nicht mehr enthalten.

Mac mini Intel (4. Generation)

Rückseite eines Mac mini der vierten Generation

Die vierte Generation (Modell-Identifizierung: Macmini3,1) wurde gleichzeitig mit dem Mac mini Server, dem iMac und dem MacBook am 20. Oktober 2009 vorgestellt. Standardmäßig werden zwei Varianten zum Preis von 549 Euro und 749 Euro angeboten, wobei die günstigste Ausführung über einen Intel Core-2-Duo-Prozessor mit 2,26 GHz, 2-GB-DDR3-Arbeitsspeicher und eine 160-GB-Festplatte verfügt. Beide Modelle werden mit SuperDrive, eingebautem monophonen Lautsprecher, AirPort und wie der Vorgänger mit dem Nvidia-Grafikprozessor (Geforce 9400M) mit Mini-DVI und Mini-DisplayPort geliefert. Er wird standardmäßig mit der neusten Version von Mac OS X Snow Leopard 10.6.1 und iLife geliefert. Die teurere Variante des Mac mini besitzt einen Core-2-Duo-Prozessor mit 2,53 GHz Taktfrequenz, 4 GB Arbeitsspeicher und eine 320-GB-Festplatte.

Mac mini Intel (5. Generation)

Schnittstellen an der Rückseite eines Mac minis

Am 15. Juni 2010 veröffentlichte Apple die fünfte Generation. Das neue Unibody-Gehäuse ist flacher bei größerer Grundfläche. Der Mac mini besitzt einen Intel Core-2-Duo-Prozessor mit 2,4 GHz, 2 GB DDR3-Arbeitsspeicher und eine 320-GB-Festplatte. Weiterhin hat sich, laut Apple, die Grafikleistung dank des Nvidia-Grafikprozessors GeForce 320M verdoppelt. Der neue Mac mini besitzt im Gegensatz zum Vorgänger ein integriertes Netzteil und nur noch vier USB-Anschlüsse, dafür aber einen HDMI-Anschluss. Der Mac mini der 5. Generation kostet in Deutschland 709 Euro (Preissenkung zum 2. November 2010, zuvor 809 Euro), in Österreich 699 Euro und in der Schweiz 849 Franken (ca. 660 Euro). Des Weiteren ist dieser Mac mini mit einem 2,66-GHz-Prozessor erhältlich. In der Hardware-Übersicht lautet die Modell-Identifizierung „Macmini4,1“.

Mac mini Intel (6. Generation)

Im Zuge der Veröffentlichung von Mac OS X 10.7 wurde auch der Mac mini überarbeitet.[1] Apple verzichtet komplett auf ein optisches Laufwerk und stattet den Mac mini mit Intels Core-i5- (2,3 oder 2,5 GHz Dual-Core) oder i7-Prozessoren (2,7 GHz Dual-Core) aus. Bei der Grafikkarte können Kunden zwischen der Intel HD Graphics 3000 und einer AMD Radeon HD 6630M wählen. Ebenfalls enthalten ist ein Thunderbolt-Anschluss, der auch beim iMac und MacBook Air seit Mitte 2011 angeboten wird.

Mac mini Server (1. Generation)

Der Mac mini Server wurde erstmals am 20. Oktober 2009 vorgestellt. Er unterscheidet sich in der Hardware-Ausstattung kaum von einem herkömmlichen Mac mini, mit der Ausnahme, dass er anstatt eines optischen Laufwerks über eine zweite Festplatte verfügt. Softwareseitig ist Mac OS X Server vorinstalliert und eine Lizenz für eine unbegrenzte Anzahl von Clients enthalten.

Mac mini Server (2. Generation)

Am 15. Juni 2010 veröffentlichte Apple die zweite Generation. Das neue Unibody-Gehäuse ist flacher bei größerer Grundfläche. Der Mac mini Server besitzt einen Intel Core-2-Duo-Prozessor mit 2,66 GHz, 4 GB DDR3-Arbeitsspeicher. Die gleiche Grafikkarte wie beim Mac Mini (5. Generation) kommt hier zum Einsatz, der Nvidia-Grafikprozessor GeForce 320M. Der neue Mac mini Server besitzt im Gegensatz zum Vorgänger ein integriertes Netzteil und nur noch vier USB-Anschlüsse, dafür aber einen HDMI-Anschluss. Er unterscheidet sich in der Hardware-Ausstattung kaum von einem herkömmlichen Mac mini (5. Generation), mit der Ausnahme, dass er anstatt eines optischen Laufwerks über zwei 500-GB-Festplatten (also 1000 GB) verfügt. Softwareseitig ist Mac OS X Server vorinstalliert und eine Lizenz für eine unbegrenzte Anzahl von Clients enthalten. Der Mac mini Server der 2. Generation kostet in Deutschland seit der Preissenkung am 2. November 2010 (zuvor 1149 Euro) 999 Euro, in Österreich 999 Euro und in der Schweiz 1249 Franken (ca. 970 Euro).

Leistung

Bis zur Einführung des Mac minis mit Nvidia-Chipsatz 2009 konnten einige aktuelle Spiele wegen des bis dahin vergleichsweise leistungsschwachen Grafikchips nicht gespielt werden. Für „klassische“ Anwendungsbereiche wie Textverarbeitung, Internet und Multimedia-Aufgaben war er jedoch stets ausreichend. Für das Anschauen von hochauflösenden Filmen (HD) war die Leistung nicht immer ausreichend, eine flüssige Darstellung war nicht jederzeit gewährleistet.

Windows

Durch den Umstieg von Apple auf die Intel/x86-Architektur wurde die Installation von Windows auf Macintosh-Rechnern ohne Leistungseinbußen möglich, wie sie bei der Emulation unumgänglich sind.

Anfangs war dies aber von Apple nicht vorgesehen und wurde durch die Verwendung des BIOS-Nachfolgers Extensible Firmware Interface (EFI) verhindert, welches von Windows XP nicht unterstützt wird. Windows Vista hingegen besitzt einen EFI-Loader. Die Webseite http://www.onmac.net veranstaltete daher einen Wettbewerb, bei dem der Erste, dem die Installation von Windows auf einem Macintosh-Rechner mit x86-Architektur gelänge (ohne auf virtuelle Umgebungen wie VirtualPC zurückzugreifen), ein Preisgeld erhalten sollte, das durch Spenden auf der Webseite zusammengekommen war.

Der erste Rechner, auf dem dies gelang, war ein Mac mini. Am 16. März 2006 stand ein Sieger fest, und der Wettbewerb wurde beendet.

Kurz danach (Anfang April 2006) veröffentlichte Apple Boot Camp, das einen Bootloader und Windows-Treiber für die Hardware bereitstellt. Außerdem wurde für alle x86-Macs eine Firmware-Aktualisierung veröffentlicht, in welcher ein BIOS-Kompatibilitätsmodul enthalten ist. Dadurch wurde es möglich, auf diesen Rechnern Windows XP (Service Pack 2), Vista oder auch Linux zu installieren. Apple stellte Boot Camp als Beta-Software zur Verfügung und bot ausdrücklich keine Unterstützung an. Seit Mac OS X 10.5 (Leopard) ist Boot Camp integriert und offiziell unterstützt. Mit Tricks (MBR-Partitionierung verwenden) ist die Windows-Installation aber auch ohne Boot Camp oder andere Werkzeuge (z. B. rEFIt) möglich.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Netzwelt.de: Neuer Mac Mini: Schnellere Prozessoren und Thunderbolt, abgerufen am 20. Juli 2011

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