Apple Power Mac

Power Macintosh oder auch Power Mac ist der Produktname für die Macintosh-Modelle der Firma Apple mit PowerPC-Prozessor. Die vorher nur umgangssprachlich benutzte Bezeichnung „Power Mac“ wird von Apple seit den G4-Modellen offiziell verwendet, zugleich wurde der Begriff „Macintosh“ fallen gelassen.

Die erste Power Macintosh-Reihe wurde im März 1994 eingeführt und stellte für die Anwender einen nahtlosen Übergang auf eine völlig neue Art von Prozessor dar: Die konventionellen Prozessoren der Motorola-68k-Baureihe wurden abgelöst durch den RISC-Prozessor PowerPC 601.

Inhaltsverzeichnis

Übergang von 68k auf PowerPC

Der Übergang vom 68k- zum PowerPC-Prozessor gilt als technische Meisterleistung. Außer einer höheren Geschwindigkeit änderte sich für den Anwender so gut wie gar nichts: Das Betriebssystem war System 7.1.2 statt 7.1 und sah im Wesentlichen genauso aus wie vorher, nur im Systemordner lag ein spezieller System Enabler. Auch die Gehäuse der neuen Rechner waren mit nur kleinen Änderungen vom Vorgänger, der Quadra-Baureihe, übernommen worden. Sie unterschieden sich äußerlich fast nur durch einen anderen Diskettenlaufwerkseingriff und den zusätzlichen Schriftzug PowerPC. Der Startgong der Power Macintosh der ersten Generation wurde von dem Jazz-Gitarristen Stanley Jordan gestaltet und klingt ungefähr wie ein angeschlagener Gitarrenakkord. Bei späteren Macintosh-Modellen mit PowerPC-Prozessor wurde hingegen wieder der mit den Macintosh Quadra AV eingeführte Startgong verwendet.

Das damalige Betriebssystem Mac OS war monolithisch (erst seit Mac OS 8.6 basierte es auf einem Nanokernel) und unterstützte bis zum Erscheinen der Power Macs ausschließlich 68k-Prozessoren. Mit System 7.1.2 wurden sowohl PowerPC- als auch 68k-CPUs unterstützt, wobei auf Power Macs fast alle für den alten Prozessor geschriebenen Programme weiterhin lauffähig waren, und zwar in einer Emulation, von der der Anwender nichts merkte. Die Emulation, die vom Prozessor-Hersteller Motorola stammte, wurde im Laufe der Zeit beschleunigt, außerdem wurden nacheinander immer mehr Teile des Systems von 68k-Code in PowerPC übersetzt, wodurch die Ausführungsgeschwindigkeit auf Power Macs im Laufe der Betriebssystem-Versionen immer weniger gebremst wurde.

Programme konnten sowohl den 68k- als auch den PowerPC-Code enthalten; der Code Fragment Manager (CFM) sorgte für die Modusumschaltung zur Laufzeit. Derartige Programme heißen Fat Binaries, dabei liegen die 68k-Codefragmente in bestimmten Sektionen der resource fork und der PowerPC-Code in der data fork.

Übergang von PowerPC auf x86

Das Ende der Power Macs läutete der 2005 verkündete Wechsel von der PowerPC- zur x86-Architektur ein. Dieser Mitte 2006 abgeschlossene Übergang ist dem schon 1994 gezeigten Wechsel des Hauptprozessors vom Motorola 68k sehr ähnlich. Die Programme werden, üblicherweise mit der Entwicklungsumgebung Xcode, als sogenannte Universal Binaries erzeugt, die sowohl Binärcode für den PowerPC als auch für den x86-Prozessor enthalten und so auf beiden Prozessortypen nativ ablaufen können. Das Betriebssystem, genauer gesagt der Mach-Kernel, lädt den jeweils nötigen Code für den Prozessor. Ganz alte Programme, die unter Mac OS X auf dem PowerPC nur in der „Classic“-Umgebung liefen, werden von x86-Macs jedoch nicht mehr unterstützt (darunter fallen sämtliche 68k-Programme, jedoch nicht solche PowerPC-Programme, die sowohl unter OS 9 als auch unter OS X nativ laufen). Diese reinen 68k-Programme sind bestenfalls noch in einer Emulation, wie sie etwa SheepShaver bereitstellt, zu betreiben. Ältere Programme für Mac OS X, die in PowerPC-Maschinencode vorliegen und die keinen x86-Binärcode aufweisen, also nicht als „Universal Binary“ vorliegen, laufen transparent mit dem von Apple in Mac OS X/Intel integrierten „Rosetta“-Emulator.

Kurzer geschichtlicher Überblick

Die frühen Power Macintosh basierten auf der Reihe PowerPC 60x, ihnen folgen die G3-, G4- und G5-Prozessoren.

Von Firmen wie Metabox (joeCard), Phase5 (Power Booster, Maccelerate) und anderen (Sonnet, ...) gab es Mitte/Ende der 90er Jahre zahlreiche Upgrade-Karten für unterschiedliche Macs, die diese mit schnelleren G3-CPUs versahen. Einige der entsprechenden Firmen waren eine Zeit lang auch im Markt für Apple-Clones aktiv, bis sich die Mutterfirma wieder vom offenen CHRP-Plattformansatz distanziert hat.

Am 7. August 2006 wurde der Power Mac aus dem Sortiment genommen und durch den Mac Pro ersetzt, der einen Intel-Prozessor hat.

Power Macintosh mit NuBus-Steckplätzen

Es gab drei Produktlinien: 6100, 7100 und 8100. Der Power Macintosh 6100 besaß das flache Gehäuse des Macintosh Quadra 610; er war zunächst mit 60, dann mit 66 MHz getaktet und besaß einen PDS. Der Power Macintosh 7100 besaß das massive Metallgehäuse des Macintosh Quadra 650 und eine Weiterentwicklung der Wombat-Platine mit drei NuBus-Steckplätzen und einem PDS, der standardmäßig mit einer Grafikkarte oder einer Videodigitalisierkarte (Modell 7100/80 AV) bestückt war, die als Graphikkarte benutzt werden konnte. Der Power Macintosh 7100 war zunächst mit 66, dann mit 80 MHz getaktet. Ähnlich ausgestattet war der Power Macintosh 8100, besaß aber das Gehäuse des Macintosh Quadra 800 und war zunächst mit 80, dann mit 100 MHz und 110 MHz getaktet. Alle Rechner waren mit einem 16-bit-Stereotonsystem ausgestattet und besaßen 32/64-bit.

Systemprofile

Apple Power Macintosh 6100/60 (flaches Gehäuse)

  • Bauzeit: März 1994 bis Januar 1995
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 601
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: wahlweise 256 KByte
  • Busrate: 30 MHz; Taktrate: 60 MHz (nach Umbau max. 100 MHz)
  • Max. Arbeitsspeicher: 72 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KB (auf 2 MB aufrüstbar)
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 6100/66 (Nachfolger des Apple Power Macintosh 6100/60, flaches Gehäuse)

  • Bauzeit: Januar 1995 bis Oktober 1995
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 601
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: wahlweise 256 KB
  • Busrate: 33 MHz; Taktrate: 66 MHz (nach Umbau max. 100 MHz)
  • Max. Arbeitsspeicher: 72 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KB (auf 2 MB aufrüstbar)
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 6100/60 AV (flaches Gehäuse)

  • Bauzeit: März 1994 bis September 1994
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 601
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: wahlweise 256 KB
  • Busrate: 30 MHz; Taktrate: 60 MHz (nach Umbau max. 100 MHz)
  • Max. Arbeitsspeicher: 72 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 2 MB
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 6100/66 AV (Nachfolger des Apple Power Macintosh 6100/60 AV, flaches Gehäuse)

  • Bauzeit: Januar 1995 bis April 1995
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 601
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: 256 KB
  • Busrate: 33 MHz; Taktrate: 66 MHz (nach Umbau max. 100 MHz)
  • Max. Arbeitsspeicher: 72 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 2048 KB
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 6100/66 DOS-Compatible (erster Power Macintosh mit einer Karte für DOS-Kompatibilität)

  • Bauzeit: Januar 1995 bis Oktober 1995
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 601 sowie 80486-SX (Intel-kompatibel)
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: 256 KB
  • Busrate: 33 MHz; Taktrate: 66 MHz
  • Max. Arbeitsspeicher: 72 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KB (auf 2 MB aufrüstbar)
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 6200/75 (Nachfolger für alle 6100er)

  • Bauzeit: ab Mai 1995
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 603
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; CD-ROM-Laufwerk; 3,5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: 256 KB
  • Busrate: 37,5 MHz; Taktrate: 75 MHz
  • Max. Arbeitsspeicher: 64 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • Hauptspeicher: 8 MB
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KB
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Power Macintosh mit LC-PDS-Steckplätzen

Power Macintosh 5200LC/5300LC

Die 5xxx-er-Serie (auch unter der Bezeichnung Performa 5200 verkauft) kommt als All-in-one-Gehäuse daher. Monitor und Rechner sind gemeinsamin einem Gehäuse untergebracht. Seine Nutzer schätzen ihn wohl als den wohl langsamsten Power Mac ein, der je Apples Werkhallen verließ. Seine Hauptplatine ist eine Weiterentwicklung derer des LC630, das für 68000er-Prozessoren ausgelegt war, verbindet dadurch aber die Möglichkeit, PPC-Software zu nutzen, aber gleichzeitig die proprietären Erweiterungskarten der 630er-Reihe zu nutzen (Video-In, CommSlotI, TV-In). Viele LC-PDS-Karten funktionieren ebenfalls darin. Zunächst wurde der PPC603 mit 75 Mhz Prozessortakt bei 37,5 MHz Bustakt fest verlötet verbaut, später PPC603e mit bis zu 120 Mhz Prozessortakt bei 40 MHz Bustakt. Für Grafik standen nur 1 MB RAM zur Verfügung, der Hauptspeicher konnte bis auf 64 MB ausgebaut werden. Die 5xxx-Serie wurde ab April 1995 bis Anfang 1997 gebaut. Alle Rechner waren mit einem 16-bit-Stereotonsystem ausgestattet und besaßen 32/64-bit.

Systemprofile

Apple Power Macintosh 5200/75 LC

  • Bauzeit: April 1995 bis April 1996
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 603
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte, CD-ROM-Laufwerk, 3.5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: 256 KByte
  • Busrate: 37,5 MHz
  • Taktrate: 75 MHz
  • Max. Arbeitsspeicher: 64 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KByte
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Apple Power Macintosh 5200/100 LC („Würfelmac“ mit eingebautem 15″-Bildschirm)

  • Bauzeit: April 1995 bis April 1996
  • Hauptprozessor: Motorola PPC 603e
  • Massenspeicher: SCSI-Festplatte; CD-ROM-Laufwerk; 3.5″ Laufwerk für 1,44-MB-Disketten
  • Level-II-Cache: 256 KByte
  • Busrate: 40 MHz
  • Taktrate: 100 MHz
  • Max. Arbeitsspeicher: 64 MB (2x72-polige SIMM-Speicherbänke)
  • ROM-Größe: 4 MB
  • Grafikspeicher: 1024 KByte
  • Grafikauflösung: max. 1024x768 Pixel, bei 640x480 Pixel max. 16-bit Farbtiefe

Power Macintosh mit PCI-Steckplätzen („Old World“)

Power Macintosh 7200 (Catalyst)/8200

Hauptartikel: Power Macintosh 7200

Hauptartikel: Power Macintosh 8200

Für rund 2.400–2.700 DM gab es ab 1995 den kleinsten PCI-Rechner von Apple. Er war als Nachfolger des Power Macintosh 7100 konzipiert, lief jedoch mit seiner technischen Ausstattung und dem günstigen Preis auch den damals aktuellen PowerPC-Performas 5200 und 6200 in den eigenen Reihen den Rang ab. Der Power Macintosh 7200 war als günstige Alternative zu der zeitgleich eingeführten Modellreihe Power Macintosh 7500 (im gleichen Gehäuse) gedacht. Über diesen beiden Rechnern lag damals der ebenfalls gleichzeitig erschienene Power Macintosh 8500 und das etwas ältere Spitzenmodell Power Macintosh 9500. Dieser teuere 9500 hatte als erster Mac den Umstieg der Firma Apple von NuBus auf PCI eingeläutet, mit dem 7200, 7500 und 8500 wollte man jetzt die für Macs neue Technik günstiger einem breiteren Markt zugänglich machen. Apple musste reagieren, hatte man den PCI-Zug, der damals bei PCs längst zur Regelausstattung gehörte, eigentlich schon verpasst. Der 8200er wurde 1996 nachgeschoben und war eine hochgezüchtete Variante des 7200.

Power Macintosh 7300 (Montana)

Ersetzte den Power Macintosh 7200 und 7600 und war ab Februar 1997 ca. 10 Monate lang auf dem Markt.

Power Macintosh 7500 (TNT)/7600/8500 (Nitro)/8600

Die PPCs mit AV-Einheit, 3 mal PCI, 8 mal RAM. Durch Cinch-Buchsen war die Ein-/Ausgabe von Stereoton möglich, und die Power Macs ließen sich an eine Stereoanlage anschließen. Alle Apple-Computer ohne AV-Karte wurden über die Mini-Klinkenstecker mit Aufnahme- und Wiedergabegeräten verbunden. Die Aufnahme eigener Systemklänge oder Musik war bei Apple bereits in den 1980er Jahren möglich, nun kam die Wiedergabe und Aufnahme von Video-Signalen (ab Modell 7100/80AV) hinzu. Mit QuickTime oder Zusatzprogrammen, wie z. B. VideoShop, konnte man während der Arbeit am Rechner fernsehen oder Videos abspielen.

Apple Power Macintosh 9500

Power Macintosh 9500 (Tsunami)/9600 (Kansas)

Die Highend-Macs mit 6 PCI-Steckplätzen, davon einer belegt mit Grafikkarte, und 12 Ramslots. Der verbaute Prozessor war der 604, später der 604e. Die schnellsten Geräte der Baureihe erreichten 350 Mhz (9600).

Power Macintosh 4400 und Tanzania-Clones

Einstiegsmodelle mit 603er CPU, nur drei (allerdings sehr schnellen) RAM-Steckplätzen für maximal 160MB (2x64, 1x32), mit PCI-Riser-Karte, je nach Modell 3 PCI-Steckplätzen oder 2 PCI-Steckplätzen und einem ComSlot II für Modem- oder Netzwerkkarten.

Power Macintosh G3 beige (Codenamen Gossamer und Artemis)

Hauptartikel: Power Macintosh G3 Tower

Power Macintosh 7200, 7300, 7500, 7600, G3 (Desktopgehäuse)
Power Macintosh 8600, 9600 und G3 (Minitowergehäuse)

Der G3 kam in zwei Generationen auf den Markt. Dieser Absatz beschreibt die ersten Modelle, diese hatten ein graues (Apple-Jargon: „platinum“) Gehäuse.

Der Ende 1997 eingeführte Power Macintosh G3 läutete einen Paradigmenwechsel bei Apple ein. Der G3 war in der Grundüberlegung des Rechneraufbaus eigentlich näher an Apples damaliger Privatanwenderlinie („Performa“), erkennbar erstens an der weitaus geringeren internen Erweiterbarkeit (verglichen mit den Gehäusen der Profi-Macs) und zweitens an der internen Festplattenanbindung (erstmals über IDE statt SCSI). Allerdings stellte sich heraus, dass die schiere Rechenleistung des G3, bedingt durch den schnelleren Prozessor und den um 16 MHz schnelleren Systembus, dem bis dahin schnellsten Rechner, dem teuren Platzhirsch Power Mac 9600, deutlich überlegen war. Der eher als Heimanwendergerät ausgelegte Rechner war damit leistungsfähiger, als von Apple ursprünglich vorgesehen.

Es gibt drei Varianten: Desktop, Mini-Tower (beide mit dem Codenamen Gossamer) sowie den All-In-One (Codename Artemis). Der Desktop (liegend) ist am häufigsten anzutreffen, der Mini-Tower (fällt durch seine zweigeteilte Form auf) ist, bedingt durch den damals beträchtlichen Preisaufschlag, deutlich seltener.

Die Rechner haben einen Grafikchip von ATI auf der Hauptplatine sowie SCSI und Netzwerk (10 MBit Ethernet), zwei serielle Schnittstellen und ADB-Anschlüsse auf der Hauptplatine. Den „beigen Desktop“ gab es mit G3-Prozessoren von 233 MHz aufwärts; im Tower wurden sogar 366 MHz-Prozessoren verbaut. Es sind drei PCI-Steckplätze vorhanden; die Nachrüstung einer Grafikkarte, USB, Firewire, 10/100 Ethernet oder schnelleren IDE/SATA-Anschlüssen ist unproblematisch. Der Arbeitsspeicher kann bis auf 768 MB mit handelsüblichem SD-RAM (von 66 bis 133 MHz) aufgerüstet werden.

Die im Chipsatz enthaltenen IDE-Schnittstellen unterstützen lediglich den Modus „Multiword-DMA“ und begrenzen daher die Datentransferrate auf maximal 16 Megabytes/s, allerdings werden auch „große“ Festplatten (bis 128 GiByte, entsprechend 137 GByte) unterstützt. Die sogenannten „Old-World-Macs“ erfüllen alle Vorgaben für den Betrieb von Mac OS X 10.2 „Jaguar“, jedoch unter der Voraussetzung, dass mindestens 128 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Die neueste noch offiziell unterstützte Betriebssystem-Version ist 10.2.8, jedoch können 10.3 und 10.4 mit Hilfe des Shareware-Programms XPostFacto installiert werden.

All-In-One (Codenamen Artemis)

Dieses damals schon wieder außergewöhnliche Baumuster erinnerte in der Ferne an den ersten Würfel-Mac. Sein Hauptmerkmal ist der in das Gehäuse integrierte 15″-Monitor. Als seine unmittelbaren Vorgänger sind die Rechner der Power Mac 5000er Serie anzusehen. Sein ausschließliches Arbeitsfeld war der Bildungsmarkt. Unmittelbarer Nachfolger dieses außergewöhnlichen G3 wurde Apples Welterfolg, der iMac.

  • Bauzeit: 3. April 1998 bis 1. Januar 1999
  • Prozessor: PPC750 – 233 MHz, 266 MHz
  • 4 GB EIDE Festplatte
  • 2 Interne IDE Stränge
  • ATI Rage Pro mit 2 MB SGRAM (maximal 6 MB)
  • 15″ CRT Monitor mit 13,8″ sichtbarer Diagonale 28-mm-Lochmaske
  • Standardmäßig eingebautes Mikrofon
  • Standardmäßig eingebaute Stereolautsprecher

Power Macintosh mit PCI(-X/e)-Steckplätzen („New World“)

Power Macintosh G3 blauweiß (Yosemite)

Power Mac G3 / Yosemite, Baujahr 1999

Die spätere Version des Power Mac G3 hatte ein (Mini-)Tower-Gehäuse, welches mit farblosem und grünblau-transparentem Kunststoff verkleidet war (im Apple-Jargon heißt das Gerät „Blue and White“) und die charakteristischen Tragegriffe. Das Gerät wurde mitunter spöttisch als „Schlumpf“ oder „Tupperdose“ bzw. „Tuppermac“ bezeichnet).

Das Gerät hatte je zwei USB- und Firewire-Anschlüsse (USB 1.1 und FW 400). ADB war noch vorhanden, um die alte Tastatur oder andere vorhandene ADB-Geräte anschließen zu können. Die Grafik wurde von der Hauptplatine in einen 66 MHz PCI-Steckplatz verlegt, das Konzept der „Personality Card“ aufgegeben. Ein neu entwickelter IDE-Chip sorgte mit UDMA 33 für einen schnelleren Datentransfer zur Festplatte, während die anderen Laufwerke noch über den alten, langsameren IDE-Kanal angebunden waren. Wie auch beim beigen G3 war das Innere des Gehäuses besonders leicht zugänglich; durch einen Griff konnte die Seitenwand des Gehäuses heruntergeklappt werden. Darauf befand sich die Hauptplatine mit den Speicherbausteinen, dem Prozessor usw.. Im Gehäuse verblieben die Laufwerke (darunter bis zu drei Festplatten, die am Gehäuseboden befestigt werden), welche somit sehr leicht zugänglich waren. Das Design ist dabei so durchdacht, dass im laufenden Betrieb die Seitenklappe geöffnet werden kann (Apple rät allerdings davon ab).

Vom blauweißen G3 gibt es die Revisionen 1 und 2. Die Revision 1 hat einen defekten IDE-Chip, welcher bei fast allen größeren (mehr als 8 GiByte) Festplatten Datenübetragungs-Fehler verursacht. Um dieses Problem zu umgehen, benötigt man eine PCI-IDE-Karte (ATA oder SATA), die auch notwendig ist, um große Festplatten (mit mehr als 128 GiByte bzw. 137 GByte) ausnutzen zu können. Als alternative reine Software-(Not)-Lösung kann ein Festplattentreiber eines Drittherstellers genutzt werden, bei dem manuell der DMA-Modus auf „Multi-Word“ umgestellt werden kann (z. B. HardDiskToolkit der Firma FWB). Die zweite Revision des blauweißen Power Mac G3 hat eine Vorrichtung („U bracket“), um jeweils eine weitere („IDE Slave-“) Festplatte oberhalb der beiden vorhandenen Einbauplätze einzubauen (dann passen bis zu vier Festplatten ins Gehäuse), einen verbesserten IDE-Chip (ohne die Datenfehlerprobleme der Rev 1) sowie eine etwas schnellere Grafikkarte (Rage 128 mit höherer Taktfrequenz).

Der „Yosemite“ ist Apples erster PC mit Firewire-Schnittstelle; diese ist auch nicht in den Chipsatz integriert, sondern auf einer kleinen Zusatzplatine untergebracht. Auffallend viele Besitzer des Rechners klagen über teilweisen oder vollständigen Ausfall der Firewire-Schnittstellen oder über unzuverlässigen Datentransfer. Abhilfe schafft - wie bei der defekten IDE-Schnittstelle - eine billige Firewire-PCI-Einsteckkarte.

Der blauweiße Power Mac G3 ist der älteste Macintosh, der das Betriebssystem Mac OS X 10.4 („Tiger“) unterstützt. Da die G3-Prozessoren von MacOS 10.5 („Leopard“) nicht mehr unterstützt werden, ist 10.4.11 die letzte noch lauffähige Betriebssystem-Version.

Power Mac G4

Power Mac G4 / PCI-Grafik / AGP-Grafik / Gigabit Ethernet / Digital Audio
Power Mac G4 / Quicksilver, Baujahr 2001/02
Power Mac G4 / MDD FW800, Baujahr 2002

Im Sommer 1999 wurden als Nachfolger des blauweißen G3 gleich zwei Modelle des Power Mac G4 angekündigt: Eine Version mit PCI-Grafik und eine mit AGP-Grafik (so Apples offizielle Unterscheidung).

Der Power Mac G4 hatte die gleiche Gehäuseform wie der blauweiße G3, war aber in transparentem Kunststoff und silberfarbenen Seitenflächen gehalten. Diese Farbzusammenstellung wurde „graphite“ genannt. Die Modelle besaßen den PowerPC 7400-Prozessor (auch „G4“ bezeichnet, daher die Apple-Bezeichnung „Power Mac G4“) von Motorola mit AltiVec (Apple-Jargon: Velocity Engine). Einige Programme von Apple, wie zum Beispiel iDVD oder GarageBand, setzen den G4-Prozessor (oder einen neueren) grundsätzlich voraus.

Beim Modell mit PCI-Grafik („Yikes“) lag der Unterschied zum Vorgängermodell (G3 „Yosemite“) einzig in der Verwendung des G4-Prozessors. Die Grafikkarte war nach wie vor eine 16 MB ATI Rage 128 im PCI-Slot und die Hauptplatine („Logic Board“) baugleich mit der des Vorgängers. Der Rechner wurde zunächst mit 400 MHz angeboten, aber wegen Problemen mit der schnellsten Serie (siehe nächster Absatz) wurden nach kurzer Zeit alle G4 mit 50 MHz weniger verkauft. Die PCI-G4 liefen deswegen mit 350 MHz. Genau wie der Yosemite G3 verfügten die Rechner über USB-und Firewire-Schnittstellen. Es wurde gemutmaßt, dass Apple noch eine größere Menge von Hauptplatinen des Vorgängermodells weiterverwenden wollte, und so wurde das „Yikes“-Modell auch bis Ende 1999 ausverkauft. Somit mussten Yikes-Käufer mit einem veralteten IDE-Controller mit UDMA-33 und dem gegenüber dem Yosemite nicht veränderten FSB-Takt von 100 MHz vorlieb nehmen.

Das Modell mit AGP-Grafik („Sawtooth“) war etwas später erhältlich. Eigentlich wollte Apple zunächst Varianten anbieten, eine einfache mit 450 MHz und eine besser ausgestattete mit 500 MHz. Weil Motorola die 500 MHz-CPU nicht in ausreichenden Mengen liefern konnte, stufte Apple alle G4-Rechner im September 1999 (kurz nach der Markteinführung) um 50 MHz herunter. Die AGP-Modelle waren demnach lediglich mit 400 und 450 MHz zu haben, das PCI-Modell (siehe vorheriger Absatz) mit 350 MHz. Erst im Februar 2000 lieferte Apple die G4-Macs mit den ursprünglich angekündigten Taktfrequenzen von 450 und 500 MHz aus.

Ab Juli 2000 erhielt der G4 mit der Bezeichnung „Gigabit Ethernet“ erstmals einen Gigabit-Ethernet-Anschluss und die Möglichkeit, die Apple-Flachbildschirme (15″, 17″ und 22″, später auch 20″ und 23″) im Acryl-Design mit dem ADC-Anschluss der Grafikkarte zu verbinden. Der Vorteil des ADC-Anschlusses besteht in der Verbindung des Video-Signals (DVI), der Stromversorgung und des USB-Signals in einem einzigen Kabel. Bis zur vorletzten Power-Mac-G5-Baureihe (Early 2005) gab es die Möglichkeit, den ADC-Anschluss ohne Adapter zu nutzen.

Der FSB des „AGP Graphics“ und des „Gigabit Ethernet“ lief mit 100 MHz (erst ab „Digital Audio“ mit 133 MHz). Die neue Hauptplatine war speziell für den G4-Prozessor und dessen Busprotokoll entwickelt worden, der Rechner daher deutlich schneller als das Modell mit PCI-Grafik. Als IDE-Controller wurden die Festplatten mit UDMA-66 angesprochen. Es gab auch für die beiden USB-Anschlüsse jeweils einen eigenen Controller, während beim Yikes die zwei USB-Anschlüsse von nur einem Controller versorgt wurden. Dadurch konnten ab AGP-Grafik beide USB-Anschlüsse gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit genutzt werden.

Der letzte der graphit-farbenen G4-Rechner war der „Digital Audio“. Dieser besaß nun keinen Mikrofonanschluss mehr, sondern neben den Lautsprecher-Anschluss einen aktiven Apple-Pro-Speaker-Anschluss (2,5 mm Klinke, 4-polig). Weiterhin hatte der G4 erstmals einen 4xAGP-Steckplatz.

Spätere Modelle waren häufig mit zwei Prozessoren ausgestattet, da der Prozessorhersteller Motorola die Taktraten des PowerPC 74xx (alias G4) über mehrere Jahre hindurch nur marginal steigern konnte und sich dadurch der Leistungsabstand zu Intel-kompatiblen PCs zunehmend vergrößerte. Das Dualprozessor-Konzept sollte diese Lücke verkleinern. Später wurden PowerPC-Prozessoren auch von IBM hergestellt.

Eine Sonderform des Power Mac G4 war der Power Mac G4 Cube, der mit seinem lüfterlosen Konzept sowie seiner würfelförmigen äußeren Form in einem Plexiglasgehäuse eine völlige Neuentwicklung darstellte. Allerdings hatte der Computer Konstruktionsfehler, die sich darin äußerten, daß das Gehäuse häufig Spannungsrisse erlitt und der Cube mit Hitzeproblemen zu kämpfen hatte. Zudem war er sehr teuer und schlecht erweiterbar. Heute ist der Cube ein gefragtes Sammlerstück.

Auch der sogenannte Power Mac G4 „Digital Audio“ stellte eine Besonderheit Apples für den Markt der digitalen Musikbearbeitung dar, auf dem Apple nach wie vor eine Sonderrolle spielt.

Der erste Power Mac, der nicht mehr Mac OS 9 booten konnte, war das 2003 erschienene Modell mit FireWire-800-Unterstützung. Aufgrund der großen Nachfrage nach Mac-OS-9-Bootfähigkeit legte Apple danach den dual-boot-fähigen (Mac OS 9 und Mac OS X) „Mirrored Drive Doors“ mit geringen Modifikationen wieder auf, der bis etwa Mitte 2004 verkauft wurde.

Der Doppelprozessor-Mac „FW 800“ (2003) mit 1,42 GHz war der leistungsfähigste Power Mac G4, der je von Apple gebaut worden war. Ausgestattet mit einem mit 167 MHz getakteten Front Side Bus und dem 2 MB großen L3-Cache pro Prozessor soll er von den Leistungsdaten her mit einem niedrig getakteten Power Mac G5 (1,6 GHz) vergleichbar sein.

Speziell die Sawtooth-Hauptplatine erwies sich als sehr zukunftsträchtig, u. a. da die CPU-Platine gesockelt war. So kann ein ursprünglich mit einem G4 von 400 MHz ausgerüsteter Rechner aktuell (Oktober 2007) mit zwei G4-Prozessoren (7448) mit je 1,8 GHz bestückt werden.[1] Auch für den AGPx2-Steckplatz gab es leistungsfähigere Grafikkarten, bis hin zur ATI 9800. Eine Aufrüstung auf 2 GB RAM, Serial-ATA-Festplatten und USB-PCI-Erweiterungskarten ist ebenso möglich.

Der letzte Mac mit G4-Prozessor war der Mac mini, wie der Cube ein Kompaktcomputer. Im Gegensatz zum teuren Cube, der die gleiche Leistung wie die Tower-Modelle brachte, handelt es sich beim Mac mini um ein vergleichsweise preiswertes Einstiegsmodell. So war der PowerPC mini ausschließlich mit dem G4-Prozessor zu haben; die G5-CPUs blieben den teureren und größeren Apple-Computern vorbehalten. Gespart wurde auch an der Ausstattung, im Gegensatz zu allen anderen Macs lieferte Apple den mini ohne Tastatur und Maus aus. Den Mac mini G4 gab es zunächst mit 1,25 und 1,42 GHz Taktfrequenz. Die kleinere Variante hatten eine 40 GByte große Festplatte und ein CD-Combodrive (DVDs lesen, CDs lesen und schreiben). Die 1,42 GHz-Version hatte einen CD/DVD-Brenner und eine 80 GByte große Festplatte, außerdem waren Bluetooth und Airport bereits eingebaut. Ein Kritikpunkt war, dass das Gerät nur zwei USB-Anschlüsse hatte. Der Mac mini mit Intel-CPU (seit 2006 produziert) verfügt daher über vier USB-Anschlüsse. Als positiv wird empfunden, dass der Mac mini sehr leise ist; der eingebaute Lüfter springt nur bei intensiver Nutzung des Rechners an.

Mac OS X 10.5 Leopard setzt einen CPU-Takt von mindestens 867 MHz voraus. Somit sind Installationen von Leopard auf langsameren Modellen nicht mehr vorgesehen. Dennoch ist dies z. B. mit einem zweiten schnelleren Rechner über den Target-Modus möglich.

Modellübersicht Power Mac G4

Außer für die Hauptplatinen gibt es auch für die Rechner, um die verschiedenen Modelle auseinanderhalten zu können, Bezeichnungen, die zwar inoffiziell sind, aber von Apple stammen:

Tower-Gehäuse:

  • 1999: „PCI Graphics“ („Yikes“), offiziell übersetzt: „PCI-Grafikkarte“
  • 1999: „AGP Graphics“ („Sawtooth“), offiziell übersetzt: „AGP-Grafikkarte“
  • 1999: „Gigabit Ethernet“
  • 2001: „Digital Audio“
  • 2001: „Quicksilver“
  • 2002: „Quicksilver 2002“
  • 2002: „Mirrored Drive Doors“ (kurz „MDD“), offiziell übersetzt: „Verspiegelte Laufwerksblenden“ oder „zwei Laufwerksabdeckungen“
  • 2003: „FW 800“ oder „MDD FW 800“
  • 2003: „Mirrored Drive Doors 2003“

Kompaktgehäuse:

  • 2000: Cube
  • 2005: Mac mini

Power Mac G5

Power Mac G5

Der Power Mac G5 führte das zuvor bei den PowerBooks eingeführte Aluminium als Gehäusematerial in der Power Macintosh-Reihe ein. Er benutzte neue PowerPC 970-Prozessoren von IBM, von Apple als G5 vermarktet. Der Power Mac G5 hatte ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit neun Ventilatoren in vier unabhängigen Kühlzonen. Die Prozessoren selbst wurden durch passive Kühler gekühlt. Ab Mitte 2004 wurde von Apple erstmals serienmäßig ein Flüssigkeitskühlsystem im Topmodell mit Dual-2,5-GHz-Prozessoren verbaut (seit April 2005 war nur das duale 2,7-GHz-Topmodell wassergekühlt, seit Oktober 2005 nur der Quad mit zwei Doppelprozessoren). Wurde das Gehäuseseitenteil abgenommen, konnte durch eine Plexiglasabdeckung ein Blick ins Innere bei laufendem Betrieb geworfen werden.

Das letzte Einprozessormodell (mit 1,8 GHz, von Apple „late 2004“ genannt, mit PCI-Bus und 600-MHz-FSB) wurde im Oktober 2004 eingeführt. Die Architektur unterschied sich grundlegend von allen anderen G5-Power-Macs, da der Systemaufbau dem iMac G5 (Rev A) gleicht. Statt PMU besitzt dieses Modell eine SMU, sowie U3lite- und Shasta-Controller. Bereits im Juni 2005 (es war allerdings bis Juli 2005 noch in Europa erhältlich) wurde das Gerät, das bis dato nie zuverlässig funktionierte, vermutlich aufgrund von Serienfehlern eingestellt. Im November 2005 – also lange nach Bekanntwerden des Fehlers – hat Apple eine Firmware-Aktualisierung veröffentlicht, mit dem die Rechner zuverlässig funktionieren.

Es waren zuletzt (von Oktober 2005 bis August 2006) drei Modelle (mit einer Dual Core 2,0 GHz CPU, mit einer Dual Core 2,3 GHz CPU sowie das teuerste Modell mit zwei Dual Core CPUs à 2,5 GHz, alle mit PCI-Express) erhältlich. Alle diese Modelle verwendeten die Chipkombination U4/K2 mit PCI-Express-Bridge. Viele Exemplare dieser Modellreihe – insbesondere diejenigen mit 2 × 2,3 GHz – haben einen Serienfehler im Netzteil; für Geräte mit bestimmten Seriennummern werden defekte Netzteile von Apple auch außerhalb der regulären Garantiezeit kostenlos getauscht (siehe [1]).

Alle Quad Core- und Dual Core-Power-Mac-G5-Modelle unterstützten zusätzlich bis zu vier Grafikkarten, die in die PCI-Express-Steckplätze eingebaut werden konnten und an denen jeweils bis zu zwei 23″-Apple-Cinema-Displays angeschlossen werden konnten.

Der Power Mac G5 war der erste 64-Bit-PC von Apple. Ab Mac-OS-Version 10.5 „Leopard“ laufen auch GUI-Programme im 64-Bit-Modus (dies war unter früheren Versionen von Mac OS X nur mit Kommandozeilen-Programmen möglich).

Am 7. August 2006 wurden die letzten Macs mit PowerPC- durch Rechner mit Intel-Prozessoren ersetzt; Nachfolger des Power Mac G5 ist der Mac Pro.

Modellübersicht Power Mac G5

Im Wesentlichen wurden folgende Varianten des Power Mac G5 von Apple gebaut:

  • Sept. 2003: Ursprüngliches Modell (PCI oder PCI-X)
  • Juni 2004: Leicht überarbeitetes Modell mit etwas geringerem Stromverbrauch
  • Okt. 2004: Einprozessor-Billigmodell „late 2004“ (PCI) mit iMac-Architektur.
  • Okt. 2005: Dual-Core-Modelle mit PCI-Express-Steckplätzen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. SpassamDienstag.de: „Der Letzte seiner Art“

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