Applik
Spitzenapplikation auf einem Nachthemd
Applikation auf einem Quilt
Applikation Arbeitsschritt Befestigen, Aufnähen)

Eine Applike oder bei Textilien auch Applikation (dt. für franz. applique, vom lateinischen applicare, "anfügen") bezeichnet allgemein speziell gearbeitete und hauptsächlich der Dekoration dienende Details, die flach auf Objekte des gleichen oder eines anderen Materials appliziert, also aufgesetzt werden.

Solche flachen Zierstücke, vor allem an Möbeln, waren auch schon in der Antike gebräuchlich. Die silhouettierten Dekorstücke wurden meist in Form von Reliefs aus Elfenbein, Schildpatt oder Keramik gefertigt. Gegossene, feuervergoldete Dekorstücke, die man vor allem im Spätbarock in der Möbelherstellung verwendete, werden meist "Beschläge" genannt, in seltenen Fällen aber auch als Applike bezeichnet.[1] Appliken an Kleidung kommt schon frühzeitig, namentlich bei Kirchengewändern und Vorhängen vor.

Inhaltsverzeichnis

Spezielle Appliken

Zu den besonderen Appliken zählt die Aufsetzung von Spitzen auf Stoffe. Auch die Stoffapplikationen bei der Anfertigung von Quilts ist weit verbreitet. Oft werden dabei Stoffteile ausgeschnitten und aufgenäht, aber auch später auf Textilien nachträglich angehäkelt oder aufgestickt. Letzteres nennt man Applikationsstickerei. Auch bei Leder sind Applikationen üblich. Sie bestehen meist aus silhouettiert ausgeschnittenen Ornamenten, die aufgesteppt oder aufgeklebt sind.

Weitere Bedeutungen

Applique oder eingedeutscht auch Applike bezeichnet auch eine Wandleuchte oder einen Wandarm. [2]Solche ein- oder mehrarmigen, und oft schwenkbaren, Wandarme sind als Kerzenhalter seit der Gotik bekannt. Höhepunkt dieser Appliken-Form war die Zeit des Louis-quinze, des Rokoko unter dem französischen König Ludwig XV.

Quellen

  1. http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_560.html
  2. http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_561.html

Weblinks


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