Aquamanilium
Bronze-Aquamanile, Niedersachsen, 2. Hälfte 13. Jahrhundert. Metropolitan Museum of Art, New York City

Ein Aquamanile ist ein Gefäß zur Handwaschung, entweder bei liturgischen Handlungen (dann zumeist aus Metall / Bronze) oder im weltlichen Bereich vor den Mahlzeiten (dann aus keramischen Material). Dargestellt werden meist Tiergestalten und Fabelwesen, aber auch Ritter in voller Rüstung sind zu finden.

Ursprungsbereich ist der Orient, durch Handel gelangten Aquamanile im frühen Mittelalter nach Europa und wurden assimiliert. Die ältesten Aquamanile hatten die Form eines menschlichen Kopfes, etwa ein Gefäß, welches im Aachener Dom aufbewahrt wird. Ihr Blütezeit hatten sie im Hoch- und Spätmittelalter.

Eine umfangreiche Sammlung hoch- und spätmittelalterlicher Bronzeaquamanilien ist im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen.

Literatur

  • Wlodzimierz Antoniewicz: Aquamaniles du moyen age, s.l., 1926
  • Michael Hütt, "Quem lavat unda foris..." - Aquamanilien, Gebrauch und Form. Mainz 1993.

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