Aquarienfische
Zuchtform des Platys (Xiphophorus maculatus)
Zuchtform des Siamesischen Kampffischs (Betta splendens)

Zierfische ist ein überkommener Begriff, der nur noch selten von Hobby-Aquarienbesitzern verwendet wird. Je nach Aussehen und Überlebensfähigkeit in privaten Aquarien bezeichnen sie viele tropische Süß-, Brack- und Meerwasserfische als Zierfische. Es handelt sich aber überwiegend um Tierarten, die genau so in der Natur vorkommen. Die Wissenschaft ist der Meinung, dass der Begriff eine unzeitgemäße Wertung von Tieren ausdrückt und man ihn nicht mehr verwenden solle. Fischarten, die gut in Aquarien gepflegt werden können, werden als Aquarienfische klassifiziert.

Zur Zierde „gemachte“ Fische gibt es dennoch auch: Goldfische und Koi sind die ersten Fische, ja die ersten Haustiere überhaupt, die nur zur Muse des Menschen „erzüchtet“ wurden. Sie sind keine Nutztiere im eigentlichen Sinn, sondern müssen nur schön (im Auge des Betrachters) erscheinen. Zusammen mit den zahlreichen Farb- und Formvarianten von Lebendgebärenden Zahnkarpfen, Barben, Bärblingen, Salmlern, Labyrinthfischen und Buntbarschen kann man sie, weil sie alle über typische Domestikationsmerkmale verfügen, als Haustierfische bezeichnen.

Quellen und Literatur

  • Arbeitsgemeinschaft Aquaristik im BNA unter Federführung des VDA - Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (1999): Mindestanforderungen an die Haltebedingungen von Aquarienfischen.
  • Herre, W. (1990): Betrachtungen an Schädeln von Goldfischen (Carassius gibelio f. auratus). Z. zool. Evolut.-forsch. 28: 137-151.
  • Steinle, C.-P. & S. Lechleiter: Goldfische. Verlag Eugen Ulmer., Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-7481-2.

Weblinks


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