Ar 196
Arado Ar 196
Arado Ar 196
Typ: Aufklärungsflugzeug und Ubootjäger
Entwurfsland: Deutsches Reich Deutsches Reich
Hersteller: Arado
Erstflug: Mai 1937
Indienststellung: November 1938
Produktionszeit: 1938–1944
Stückzahl: 541

Die Arado Ar 196 war das Standard-Bordflugzeug der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg. Ausgelegt als einmotoriger Tiefdecker mit zwei Schwimmern, wurde es meist per Flugzeugkatapult zu seinen Einsätzen als Aufklärungsflugzeug und U-Boot-Jäger gestartet; von Küstenbasen aus diente es als Küstenüberwachungsflugzeug.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eingeführt wurde das Flugzeug 1937 als Nachfolgemodell der Heinkel He 60. Insgesamt wurden (einschließlich Prototypen) 541 Exemplare gebaut (auch in Frankreich und den Niederlanden unter deutscher Besatzung).

Die unterschiedlichen Modelle der A-1- bis A-5-Reihe zeigten unterschiedliche Bewaffnung, verbesserte Funkausrüstungen und Verstärkungen der Flugzelle. Die fünf Flugzeuge der B-Reihe und zwei Prototypen hatten einen Mittelschwimmer und zwei Stützschwimmer.

Durch zwei Einsätze wurde das Muster bekannt: einmal als Bordflugzeug des Panzerschiffs Admiral Graf Spee und einmal als das Flugzeug, das das britische U-Boot HMS Seal aufbrachte.

Im bulgarischen Luftfahrtmuseum in der Nähe des Flughafens Plowdiw ist eine erhalten gebliebene Ar 196 ausgestellt, die während des Zweiten Weltkriegs von der bulgarischen Marine eingesetzt wurde.

1994 wurde eine Ar 196, die vermutlich beim Untergang des schweren Kreuzers Blücher 1940 an Deck stand, aus dem Oslofjord geborgen. Die Maschine wurde in das Luftfahrtmuseum von Stavanger gebracht.

Einsatzländer

Arado Ar 196 wird verladen, Norwegen 1942
zerstörtes Bordflugzeug auf der Admiral Graf Spee
Katapult-Test der USA auf der Prinz Eugen nach dem Krieg
Produktionsstraße der Ar 196

Bulgarien Bulgarien

  • Luftwaffe

Deutsches Reich Deutsches Reich

Norwegen Norwegen

  • Luftwaffe
  • Marineflieger

Datei:Flag of Romania.svg Rumänien

  • Luftwaffe

Technische Daten

Arado Ar 196 A-3

Kenngröße Daten
Länge    11,00 m
Flügelspannweite    12,47 m
Höhe    4,42 m
Tragflügelfläche    28,40 m²
Antrieb    Ein BMW-132K-Sternmotor mit 960 PS (706 kW)
Höchstgeschwindigkeit    310 km/h in 4000 m Höhe
Steiggeschwindigkeit    300 m/min
Reichweite    1072 km bei 253 km/h
Besatzung    Zwei Mann
Dienstgipfelhöhe    7020 m
Leergewicht    2990 kg
Fluggewicht    3730 kg
Bewaffnung    zwei 20-mm-MG FF in den Flügeln,
ein 7,92-mm-MG 17 in der Nase,
ein bewegliches 7,92-mm-MG 15 im Beobachterstand,
zwei 50-kg-Bomben unter den Flügeln

Andere Modelle und Änderungen

  • V3 bis V5: Prototypen mit einem Zentralschwimmer und zwei kleineren Stützschwimmern
  • A-2: neuer Propeller; zwei 50-kg-Bomben, keine Rohrwaffen
  • A-4: Verbesserung der Tauglichkeit bei rauher See
  • A-5: zwei MG 81 (Zwillingslafette) im Beobachterstand

Siehe auch

Weblinks


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