Arabische Kalligraphie
Erste Sure des Koran in Nasch
Das Werkzeug und ein erstes Ergebnis eines Schülers

Die arabische Kalligrafie ist ein Aspekt der islamischen Kunst, der sich aus der arabischen Schrift in engem Zusammenhang mit dem Islam entwickelt hat.

Durch das Bilderverbot im Islam bedingt ist die arabische Kalligrafie die traditionelle bildende Kunst in der Islamischen Welt.

Tughra Mahmuds II.

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Schon früh haben sich zwei Stilarten entwickelt, die eckige Kufi-Schrift und die kursive Naskhi-Schrift.

Kufi

Die älteste Kufi-Inschrift wurde auf dem Felsendom in Jerusalem angebracht. Heute wird sie lediglich als Zierschrift verwendet.

Zeichnung einer Inschriften-Basmala im kufischen Duktus, 9. Jahrhundert. Das Original befindet sich im Islamischen Museum in Kairo (Inventar-Nr. 7853)

Naskhi

Die Naskhi-Schrift hat sich im Alltag beim Druck durchgesetzt.

Aus diesen beiden Schriften entwickelten sich im Laufe der Zeit in verschiedenen Gebieten zahlreiche Varianten:

Thuluth

Die Thuluth (Türkisch: Sülüs) war besonders populär im Osmanischen Reich.

Thuluth

Taliq

Die Taliq wurde hauptsächlich verwendet, um Bücher und Diwane niederzuschreiben.

Nastaliq

Die Nastaliq wurde im 15. Jahrhundert die am meisten gebrauchte Schrift Persiens und verbreitete sich von da aus nach Osten.

Bild:Nastaliq.gif

Riqʿa

Heutzutage verwendet man im Maschrek zum Handschreiben meist die Schrift Riqʿa.

Riq'a font

Siehe auch

Literatur

  • Al-Delaimi, Ghazi (Autor): Arabische Kalligraphie für Einsteiger. Alphabete, Anleitungen, Anwendungen. Knaur: München 2006, ISBN 3426642247, ISBN 9783426642245
  • Erduman, Deniz (Hrsg.): Geschriebene Welten. Arabische Kalligraphie und Literatur im Wandel der Zeit. (anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, 7. Oktober 2004 - 30. Januar 2005; =A written cosmos). DuMont: Köln 2004. ISBN 3-8321-7508-3, ISBN 3-8321-7507-5. (Inhaltsangabe (PDF)), bietet moderne Kalligraphien zeitgenössischer Künstler

Weblinks


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