Maximilian Toepler

Maximilian August Toepler (* 25. Juni 1870 in Graz; † 14. März 1960 in Langebrück/Sachsen) war ein deutscher Professor für Hochspannungstechnik.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sein Vater August Toepler war Professor der Physik in Graz und ab 1876 in Dresden.

Maximilian studierte in Leipzig Meteorologie und Elektrotechnik, wobei ihn, ähnlich wie seinen Vater, die Physik der Gewitter und der Hochspannungsentladungen besonders interessierten. 1898 entdeckte er die geschichteten Entladungsformen in Luft, die sog. Büschelbogen.

1900 habilitierte er an der TH Dresden mit einer Arbeit über die Existenzbereiche der verschiedenen Entladungsformen in Luft: "Über die Abhängigkeit des Charakters elektrischer Dauerentladung in atmosphärischer Luft von der dem Entladungsräume continuierlich zugeführten Elektricitätsmenge, nebst einem Anhange zur Kenntnis der Kugelblitze".

1906 stellte er empirisch das Toeplersche Funkengesetz für die Berechnung der Einsatzspannung von Entladungen auf.

Um 1909 arbeitete er mit Carl Müller zusammen.

1910 wurde er Professor für theoretische Physik. Er beteiligte sich maßgeblich an den Arbeiten zur Normung der Messfunkenstrecken, er berechnete den Frontanstieg von Stoßspannungswellen und machte Vorschläge für Isolationsanordnungen für Stoßspannungsprüfungen.

Daneben war er Berater der Porzellanfabrik Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren GmbH (Hescho) in Hermsdorf (Thüringen).

Nach seiner Emeritierung im Jahr 1935 blieb er weiter tätig und stellte unter anderem fest, dass die Überschlagspannung durch Belichtung der Funkenstrecke gesenkt werden kann. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Lehrkräftemangel herrschte, übernahm er noch bis 1951 einen Lehrauftrag an der TH Dresden.

Veröffentlichungen

  • Geschichtete Dauerentladung in freier Luft; In Abhdlgn. der naturw. Ges. Isis, Dresden, 1898
  • Verhalten des Büschellichtbogens im Magnetfelde; 1899
  • Über den inneren Aufbau von Gleitbüscheln und die Gesetze ihrer Leuchtfäden [1]
  • Bestimmung der Volumänderung beim Schmelzen für eine Anzahl von Elementen; Leipzig, Barth, 1894
  • Über Funkenspannungen ; Annalen der Physik, IV. Folge. 19."--p. 209; 1905
  • Zur Kenntnis der Funken Schallwellen elektrischer Oszillationen; In Annalen der Physik; Bd. 27, 22. Heft, 1908
  • Gleitfunken auf sehr dünnen (Glimmer-)Platten

Literatur

  • H. Falkenhagen: Maximilian Toepler zum 70. Geburtstage; In: Die Naturwissenschaften, Volume 28, Issue 25, pp.394-394

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00127917;jsessionid=8591917506BBF40C0C72119E025E589C?lang=en

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Toepler — ist der Familienname folgender Personen: August Toepler (1836–1912), deutscher Physiker Maximilian Toepler (1870–1960), deutscher Elektrotechniker Zoltán Toepler (* 1975), ungarischer Filmemacher Diese Seite ist eine …   Deutsch Wikipedia

  • August Toepler — Grab von August Toepler auf dem Johannisfriedhof in Dresden. August Joseph Ignaz Toepler (* 7. September 1836 in Brühl; † 6. März 1912 in Dresden) war Physiker, der 1864 das Schlierenverfahren in der Fotografie entwickelt hat …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/To — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Söhne und Töchter der Stadt Graz — In dieser Liste werden die Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt Graz aufgeführt. Nach den Ehrenbürgern und Ehrenringträgern folgen die Söhne und Töchter der Stadt Graz und schließlich weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt Graz.… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Namensgeber von Gebäuden der Technischen Universität Dresden — Im Vergleich mit vielen anderen Universitäten Deutschlands besitzt die Technische Universität Dresden die Besonderheit, dass die Mehrzahl ihrer Universitätsgebäude nach Personen benannt ist. Dabei handelt es sich überwiegend um Wissenschaftler,… …   Deutsch Wikipedia

  • Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler — Das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat ist ein Gelöbnis deutscher Gelehrter meist im Beamtenrang vom 11. November 1933 zur Feier der… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Persönlichkeiten der Stadt Graz — In dieser Liste werden die Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt Graz aufgeführt. Nach den Ehrenbürgern und Ehrenringträgern folgen die Söhne und Töchter der Stadt Graz und schließlich weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt Graz.… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der nach Personen benannten Straßen und Plätze in Dresden — Diese Liste der nach Personen benannten Straßen und Plätze in Dresden enthält alle Straßen und Plätze in Dresden, die nach Personen benannt wurden.[1] Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Begräbnisstätten bekannter Persönlichkeiten — Inhaltsverzeichnis 1 Ägypten 2 Argentinien 3 Australien 4 Belgien 5 Brasilien …   Deutsch Wikipedia

  • Tolkewitzer Friedhof — Der zweite Dresdner Johannisfriedhof befindet sich im Stadtteil Tolkewitz in der Wehlener Straße. Mit 24,6 Hektar war er bis zum Anlegen des Heidefriedhofs 1934 der größte Friedhof der Stadt. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1.1 Der alte… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”