Melanesische Sprachen

Die ozeanischen Sprachen sind die östliche Gruppe des malayo-polynesischen Zweigs der austronesischen Sprachen. Die polynesischen und die mikronesischen Sprachen sind die bekanntesten Untergruppen der ozeanischen Sprachen. Die Mehrzahl der etwa 450 ozeanischen Sprachen hat nur wenige hundert bis tausend Sprecher. Viele der Sprachen sind nicht verschriftlicht und kaum dokumentiert.

Die ozeanischen Sprachen gliedern sich in die Sprachen der Admiralitäts-Inseln sowie einen west-ozeanischen und einen zentral-ost-ozeanischen Zweig, zu dem unter anderen auch die mikronesischen und polynesischen Sprachen gehören. Bevor die Verwandtschaftsverhältnisse der Sprachen geklärt waren, wurden alle ozeanischen Sprachen außer den mikro- und polynesischen unter dem Sammelbegriff melanesische Sprachen zusammengefasst (siehe auch Melanesien).

Wichtige „melanesische“ Sprachen sind das mit dem Polynesischen verwandte Fidschi und die west-ozeanischen Sprachen Motu, Hiri Motu und Kuanua (Tolai). Yabêm, Gedaged (west-ozeanisch) und Mota (zentral-ost-ozeanisch) hatten und haben z. T. noch immer über den Kreis der muttersprachlichen Sprecher hinaus Bedeutung als Missions-, Kirchen- und Gottesdienstsprachen.


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