Arbeiterpartei der Türkei

Die Arbeiterpartei der Türkei (Türkisch: Türkiye İşçi Partisi, kurz:TİP) war eine prosowjetisch orientierte Partei der 1960er Jahre.

Gegründet wurde die TİP am 13. Februar 1961 von 12 führenden Gewerkschaften. Nach den Parlamentswahlen von 1965 erreichte sie mit 3% der Stimmen ihren größten Erfolg und entsandte 15 Abgeordnete ins Parlament.

Sie hatte als erste Partei die Realität einer Kurdenfrage anerkannt und dies in ihr Parteiprogramm aufgenommen. Deswegen wurde die TİP am 20. Juli 1971 vom Verfassungsgericht verboten. Nach ihrer Neugründung 1976 konnte sie ihre alte Basis nicht mehr mobilisieren und erreichte bei den Wahlen 1977 nur noch 0,14% der Stimmen. Nach dem Militärputsch vom 12. September 1980 wurde die TİP wieder verboten und wirkte daher im Untergrund weiter. Viele führende Kader fanden in Europa Asyl und setzten ihre politische Arbeit von dort fort.

1988 vereinigte sich die TİP mit der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) zu Vereinigten Kommunistische Partei der Türkei (TBKP).

Vorsitzende

  1. Avni Erakalın (1961-1962)
  2. Kemal Türkler (1962)
  3. Mehmet Ali Aybar (1962-1969)
  4. M. Ali Aslan (1969)
  5. Şaban Yıldız (1970)
  6. Behice Boran (1971-1980)

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