Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V. wurde 1953 als Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle NRW mit Sitz in Köln gegründet. Seit 1992 betreibt die Arbeitsgemeinschaft auch das Informations- und Dokumentationszentrum Sekten/Psychokulte (IDZ). Ähnliche Gemeinschaften bestehen auch in anderen Bundesländern.

Die Arbeitsgemeinschaft wird aus Mitteln des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales über den Landesjugendplan NRW gefördert. Die Träger sind die zentralen Verbände der Wohlfahrtspflege und der Kinder- und Jugendhilfe, pädagogische Berufsvereinigungen sowie Eltern- und Familienverbände.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Die Hauptaufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist die Förderung des gesetzlichen und erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes in NRW.

Weitere Aufgabenschwerpunkte sind

  • die Delinquenz-, Gewalt-, und Suchtprävention und die Prävention gegen sexuelle Gewalt
  • die Jugendkriminalität bzw. der Jugendmedienschutz
  • die Aufklärung über das Jugendschutzgesetzes
  • das Betreiben des angesiedelten Informations- und Dokumentationszentrum Sekten/Psychokulte (IDZ)
  • das Erstellen von Expertisen und Stellungnahmen für Politik und Verwaltung

Darüber hinaus unterhält die Arbeitsgemeinschaft einen Info-Dienst. Das AJS-Forum erscheint seit 32 Jahren vierteljährlich.

Informations- und Dokumentationszentrum Sekten/Psychokulte

Das Informations- und Dokumentationszentrum Sekten/Psychokulte (IDZ) wurde 1984 als Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. 1992 erfolgte die Angliederung des IDZ an die Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V. mit Sitz in Köln.

Das aus Mitteln des Landesministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration geförderte Informations- und Dokumentationszentrum untersteht keiner weltanschaulichen oder religiösen Einrichtung. Es berät und informiert.

Aufgaben des IDZ

Das IDZ hat die Aufgabe unter anderen Informationen über Sekten, Psychokulte, Esoterik, Satanismus und Okkultismus zu sammeln und auszuwerten. Die gesammelten Informationen stellt IDZ allen Anfragenden zu Verfügung. Darüber hinaus gibt das IDZ Broschüren und Informationsmaterialien heraus, führt Veranstaltungen für Multiplikatoren durch und vermittelt Ansprechpartner für Betroffene.

Modellprojekt des IDZ

Das IDZ war in den Jahren 2000-2003 an einem Modellprojekt [1] des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beteiligt mit dem Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von psychosozialen Beratungsstellen für Beratungsaufgaben zur Prävention im Bereich der "so genannten Sekten und Psychogruppen" zu qualifizieren.[2]

Vorstand

Der Vorstand des Arbeitsgemeinschaft besteht aus 9 Mitgliedern. Vorsitzender ist Jürgen Jentsch. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr. Karla Etschenberg, Prof. Dr. Joachim Faulde, Prof. Dr. Wilfried Ferchhoff, Wilhelm Müller, Michael Schöttle, Gabriele Surek und Ulrike Werthmanns-Reppekus. Ferner ist ein Vertreter/in des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW kooptiertes Mitglied im Vorstand.

Jugendschutz in NRW

Im Jahre 2003 beauftragte der Landtag NRW in der Verordnung über Zuständigkeiten nach dem Jugendschutzgesetz [3] die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit der Evaluation des Jugendschutzgesetz und des Jugendmedienschutzstaatsvertrag. 2007 wurden die von der AJS erstellten Durchführungshinweise zum Jugendschutzgesetz für die Umsetzung des gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. [4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  2. BMFSFJ Abschlussbericht (PDF)
  3. § 3 Jugendschutzzuständigkeitsverordnung NRW(JuSchGZVO)
  4. Durchführungshinweise zum Jugendschutzgesetz in NRW

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