Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise

Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise (abgekürzt: ADK) war eine von der deutschen Bundesregierung initiierte und finanzierte Institution, welche die Politik des Bundeskanzlers Konrad Adenauer und seiner Regierung verdeutlichen und sie zu einem integrierten Teil der öffentlichen Meinung machen sollte. Sie betrieb Informationsarbeit im vorpolitischen und vorparlamentarischen Raum, vor allem im Hinblick auf die Sicherheitspolitik, die angesichts der weltpolitischen Nachkriegssituation eine enge Bindung an den Westen sicherstellen sollte.

Die ADK wurde im Dezember 1951 gegründet und führte bis 1963 über 50.000 Tagungen und Diskusssionsveranstaltungen durch.

Die Organisation hatte im Jahre 1963 etwa 104.000 Mitarbeiter.

Präsident der ADK war Hans Edgar Jahn; an der Gründung war der damalige Staatssekretär Otto Lenz maßgeblich beteiligt.


Literatur

  • Hans Edgar Jahn, An Adenauers Seite. Sein Berater erinnert sich, 1987
  • Stefan Stosch, Die Adenauer-Legion. Geheimauftrag Wiederbewaffnung, 1994
  • Michael Kunczik, Verdeckte Öffentlichkeitsarbeit unter Adenauer. Die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise, in: Massenmedien und Zeitgeschichte, hrsg. v. J. Wilke, 1999, S. 381-394

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