Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen

Die Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese – Association for the Study of Internal Fixation (AO / AO-ASIF), auch AO Foundation, ist eine medizinische Stiftung.

Inhaltsverzeichnis

Gründung

Die Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese wurde offiziell am 6. November 1958 im Hotel Elite in Biel durch 13 Schweizer Ärzte gegründet. Sie widmet sich unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen“ (kurz AO) der Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der Traumatologie (Unfallchirurgie). Initiatoren der Gründung waren Martin Allgöwer aus Chur, Maurice E. Müller aus Zürich, Robert Schneider aus Großhöchstetten, Walter Bandi aus Interlaken und Hans Willenegger aus Liestal. Weitere Teilnehmer der Gründungsversammlung waren René Patry, Fritz Brussatis, August „Urs“ Guggenbühl, Ernst Baumann, Walter Schär, Walter Stähli, Hunziker und Ott.

Der zugrundeliegende Gedanke war durch eine feste Fixierung des Knochenbruchs eine frühe und funktionelle Rehabilitation zu erreichen. Bis zur Gründung der AO wurden Knochenbrüche meist geschlossen eingerichtet und teilweise wochenlang per Traktion oder im Gips behandelt. Daraus resultierten oft Fehlstellungen, Bewegungseinschränkungen und Muskelatrophien, so dass die anschließende Rehabilitation oft Monate dauerte und mit langfristigen Arbeitsunfähigkeiten einherging.

Eine chirurgische Frakturversorgung existierte nur vereinzelt in einigen Zentren, ohne dass eine systematische Forschung stattgefunden hat. Pioniere waren unter anderem Gerhard Küntscher in Kiel, der die Markraumnagelung entwickelte, und Robert Danis in Belgien, den Maurice E. Müller selbst besuchte, um seine Verfahren der inneren Fixierung zu erlernen.

Aufgaben

In den Jahren 1960 bis 1980 wurde durch das Wirken der AO die moderne Methode der Versorgung von Knochenbrüchen (Osteosynthese) zum weltweiten Standard. Unter anderem resultierte daraus auch die AO-Klassifikation für Knochenbrüche.

Literatur

  • Urs F. A. Heim: Das Phänomen AO. Gründung und erste Jahre der Arbeitsgemeinschaft für das Studium der Osteosynthese. Verlag Hans Huber, Bern 2011, ISBN 3-456-83638-4

Weblinks


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