Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.

Die 1954 gegründete Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) ist eine Einrichtung zur Förderung von Forschung und Entwicklung zu Gunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Die AiF ist eine Selbstorganisation deutscher Forschungsvereinigungen und ein eingetragener Verein. Der Hauptsitz ist in Köln, eine weitere große Geschäftsstelle befindet sich in Berlin. Sie ist benannt nach dem deutschen Politiker und Naturwissenschaftler Otto von Guericke und verleiht auch jedes Jahr den 1997 eingeführten und mit 5.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preis.

Sie umfasst ca. 50.000 meist mittelständische Unternehmen und versteht sich als Dach eines industriegetragenen Innovations-Netzwerkes von Wirtschaft, Wissenschaft und Staat und bietet Innovationsberatung an. Förderplattform ist die industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). Die AiF ist jedoch auch Träger weiterer Förderprogramme des Bundes und der Länder sowie für einzelne Unternehmen. Dabei unterstützt sie die Forschungaufgaben jährlich mit ungefähr 250 Mio. Euro öffentlicher Mittel. International engagiert sich die AiF, neben der Betreuung des Netzwerks Internationale Technologiekooperation, für eine stärkere Beteiligung von KMU an den FuE-Maßnahmen der Europäischen Union. Außerdem ist sie in verschiedene europäische Organisationen eingebunden, unter anderem das Euro Info Center (EIC) Netzwerk und die European Association of Research and Technology Organisations (EARTO).

Inhaltsverzeichnis

Ausgewählte Forschungsvereinigungen der AiF

Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFaI)

Die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Die satzungsgemäße Aufgabe der GFaI ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung. Die GFaI ist eine gemeinnützige Forschungsvereinigung. Mit ca. 90 Mitarbeitern werden in der GFaI wissenschaftliche Projekte bearbeitet sowie FuE-Aufträge und -Dienstleistungen durchgeführt. Sie fördert FuE in der angewandten Informatik und organisiert die industrielle Gemeinschaftsforschung auf diesem Gebiet im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke e. V. Die GFaI ist An-Institut der FHTW und der TFH Berlin.

Wichtige Forschungsbereiche der GFaI sind:

Ein herausragendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt der GFaI ist die Akustische Kamera, ein komplexes System zur Ortung und Kartierung von Schallquellen. Die Akustische Kamera konnte mehrere nationale Preise und Nominierungen erringen.

Die GfAI führt einige bekannte Veranstaltungen wie die 3D-NordOst (Anwendungsbezogener Workshop zur Erfassung, Modellierung, Verarbeitung und Auswertung von 3D-Daten, die EVA Berlin (Electronic Imaging & the Visual Arts; Co-Veranstalter) sowie die BeBeC (Berlin Beamforming Conference; Co-Veranstalter) durch. Des Weiteren wurde sie bereits mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit der Nominierung des Teams der Innovation "Die Akustische Kamera" für den Deutschen Zukunftspreis 2005, dem Otto von Guericke-Preis der AiF 2001 und 1998.

Forschungskreis der Ernährungsindustrie

Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) fördert vorwettbewerbliche, praxisrelevante Lebensmittel- und Ernährungsforschung, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Lebensmittelwirtschaft den Zugang zu innovativen Forschungsergebnissen zu eröffnen. Er wurde 1953 in Eigeninitiative forschungsaktiver Unternehmen gegründet und ist die einzige branchenübergreifende Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Kerngedanke seiner Arbeit ist die Idee, praxisnahe Forschung gemeinsam zu organisieren und durchzuführen (Stichwort: Forschungsförderung). Der FEI koordiniert jährlich rund 70 Projekte der industriellen Gemeinschaftsforschung, organisiert Tagungen und veröffentlicht verschiedene Publikationen für Fachleute.

Durch direkte Mitgliedschaft sowie über 55 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen gehören dem FEI rund 90% der rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie große Teile des Ernährungshandwerks an. Darüber hinaus sind dem FEI 120 Forschungseinrichtungen angeschlossen. Der FEI ist gemeinnützig und gehört zu den Gründungsmitgliedern der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V.). Der Sitz des Vereins ist in Bonn. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Schwesterverbänden Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. sowie dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V..

Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V. (F.O.M.)

Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V. mit Sitz in Berlin , fördert Projekte über die AiF mit Mitteln des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie). Durch die Nähe zu SPECTARIS dem deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V., ist der Zugriff auf ein exzellentes Branchennetzwerk gesichert.

Forschungsthemen aus dem Bereich Photonik, Optik, Imaging, Bio- und Analysentechnik und Medizintechnik werden dadurch gefördert.

Schwerpunkt der Forschungsvereinigung ist die Anregung vorwettbewerblicher Forschung und somit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit klein- und mittelständischer Unternehmen. Somit erhalten KMUs die Möglichkeit, ihr technisches Know-how und die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und die Produktionskosten zu senken.

Ziele der F.O.M. sind: • Interdisziplinäre Lösung von Forschungsaufgaben • Förderung der KMU unter Einbeziehung großer Unternehmen • Stärkung des Dialoges zwischen Industrie und Forschung • Industrienähe akademischer Einrichtungen

Weitere Institute und Forschungsvereinigungen

Weblinks


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