Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft
Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)
AKA-Logo
Sitz Hamburg, Deutschland
Sprecher Klaus Bentz (FGA Bank Germany),
Michael Reinhart (Volkswagen Financial Services AG)
Branche Automobile Finanzdienstleistungen
Website www.autobanken.de

Der Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA) ist ein Zusammenschluss der Autobanken in Deutschland. Die zwölf Mitgliedsinstitute des AKA beschäftigen sich in Ausschüssen mit betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Themen. Darüber hinaus betreiben sie gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für die automobilen Finanzdienstleistungen der Herstellerbanken. Der AKA wurde 1984 gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Marktanteil

Die im AKA vertretenen Institute umfassen 37 Automobilmarken. Diese Marken hatten im Jahr 2009 einen Anteil von über 92 Prozent der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland.[1] Der Marktanteil der herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften in Deutschland liegt bei rund zwei Dritteln im Neuwagen- und rund 50 Prozent im Gebrauchtwagenbereich. Die Institute des AKA bezeichnen sich als Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen in Deutschland. Die herstellerverbundenen Autobanken konnten 2009 insgesamt 1.336.590 Verträge (Finanzierung und Leasing) und damit 134.486 (+11 Prozent) mehr als im Vorjahr abschließen. Im Jahr der Umweltprämie wurden verstärkt Finanzierungsmodelle nachgefragt. Mit 652.040 privaten Finanzierungsverträgen (2008: 410.281) verzeichneten die Herstellerbanken einen Zuwachs von rund 59 Prozent in diesem Bereich. Die Anzahl der von Privatkunden abgeschlossenen Leasingverträge im Jahr 2009 wird mit 130.341 (2008: 178.898) beziffert und zeigt damit einen Rückgang von 27 Prozent. Die stärkere Nachfrage nach Finanzierungsprodukten unterstützten die Banken der Automobilwirtschaft, indem sie verstärkt die für den Kunden flexible Drei-Wege-Finanzierung in Kombination mit der Umweltprämie anboten.[2] Insgesamt umfasst der Forderungsbestand der herstellerverbundenen Autobanken 88,9 Milliarden Euro. Die Neuwagen-Penetrationsrate Pkw, welche den Anteil am Gesamtabsatz von Neuwagen in Deutschland misst, betrug im Jahr 2009 über 44,7 Prozent. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Neuwagen in der Bundesrepublik durch die Institute des Arbeitskreises finanziert oder verleast wird.[3]

Mobilitätspakete

Durch die Autobanken des AKA wurden im Jahre 2006 „Mobilitätspakete“ (auch als „Dienstleistungspakete“ bezeichnet) eingeführt. Dabei handelt es sich um Leasing- oder Finanzierungsverträge, die zusätzliche Service- und Versicherungsleistungen wie Kfz-Versicherung, Wartungs- und Reparaturleistungen, Garantieverlängerung, Kreditabsicherung umfassen. Im Jahr 2009 wurden insgesamt über 2,35 Millionen Dienstleistungsverträge abgeschlossen.[2] Heute sind die Mobilitätspakete, v. a. aufgrund integrierter Wartungs- und Reparaturleistungen oder einer inkludierten Garantieverlängerung bei Autokunden beliebter als Nachlässe auf den Kaufpreis.[4]

Mitglieder

Einzelnachweise

  1. AKA-Website
  2. a b AKA Pressemitteilung vom 21. April 2010 (PDF)
  3. Kennzahlen
  4. Artikel Mobilitätspakete auf asp autoservicepraxis.de

Literatur

  • W. Diez, H. Brachat (Hrsg.): Grundlagen der Automobilwirtschaft. 2. völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage, Ottobrunn b. München 2001 ISBN 3890590993
  • Alexander Kolb: Absatzfinanzierung in der Automobilindustrie und im Einzelhandel in der BRD. Frankfurt/M. 1991, ISBN 3631443382
  • Joachim Lorenz: Wettbewerbsstrategien für Finanzdienstleister in der Automobilwirtschaft Verlag Peter Lang, Frankfurt/M. 2001, ISBN 3631367058
  • Horst Berger: Paradigmenwechsel im Kfz-Vertriebssystem durch On-Line-Kommunikation mit Finanzdienstleistern. In: Malland, H. Meinig, W.: Strukturwandel mitgestalten! Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven für Automobilhersteller, Importeure, Zulieferer und Handel, FAW Verlag, Bamberg 1997, S. 311–334 ISBN 3932853008
  • Hagen Krämer: Automobile Finanzdienstleistungen als Fallbeispiel für erfolgreiche produktbegleitende Dienstleistungen. In: Kalmbach Peter et al.: Die Interdependenz von Industrie und Dienstleistungen. Zur Dynamik eines komplexen Beziehungsgeflechts, Edition Sigmar, Mai 2005 ISBN 3894045272
  • Frank Stenner (Hrsg.): Handbuch Automobilbanken – Finanzdienstleistungen für Mobilität, Berlin 2009, ISBN 978-3-642-01581-6

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • A.k.a. — Aka bezeichnet: eine Sprache in Afrika, siehe Aka (Sprache) ein Bergvolk in Südostasien (alternative Schreibweise), siehe Akha ein Dorf im Landkreis Tagawa der japanischen Präfektur Fukuoka, siehe Aka (Fukuoka) AKA steht für: ein… …   Deutsch Wikipedia

  • AKA — bezeichnet: eine Sprache in Afrika, siehe Aka (Sprache) ein Bergvolk in Südostasien (alternative Schreibweise), siehe Akha ein Dorf im Landkreis Tagawa der japanischen Präfektur Fukuoka, siehe Aka (Fukuoka) AKA steht für: ein Konsortialinstitut… …   Deutsch Wikipedia

  • Aka — bezeichnet: eine Sprache in Afrika, siehe Aka (Sprache) ein nomadisches Volk der Mbenga Pygmäen ein Bergvolk in Südostasien (alternative Schreibweise), siehe Akha ein Dorf im Landkreis Tagawa der japanischen Präfektur Fukuoka, siehe Aka (Fukuoka) …   Deutsch Wikipedia

  • Autobank — Als Autobanken werden die Banken bezeichnet, die als Tochtergesellschaften der Autohersteller Bankgeschäfte, insbesondere Autofinanzierungen, anbieten und meist als Direktbanken ohne eigenes Filialnetz aufgestellt sind. Im Bereich der… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”