Arbeitsmittel

Unter Arbeitsmitteln versteht man der allgemeinen Auffassung nach Gerätschaften, die eine Person oder eine Maschine zur Verrichtung einer Arbeit benötigen. DIN EN ISO 6385 definiert Arbeitsmittel als „Werkzeuge, einschließlich Hardware und Software, Maschinen, Fahrzeuge, Geräte, Möbel, Einrichtungen und andere im Arbeitssystem benutzte (System-)Komponenten“[1].

Arbeitsmittel bei Marx

Die Arbeitsmittel sind nach Karl Marx neben der Arbeit des Menschen und dem Arbeitsgegenstand das 3. Element, das den Prozess der Produktion kennzeichnet und erst ermöglicht. Demnach ist Arbeitsmittel ein Sammelbegriff für alle instrumentellen und stofflichen Komponenten, die der arbeitende Mensch zur Planung, Vorbereitung und Durchführung des Produktionsprozesses benötigt und einsetzt. Er nutzt dabei deren mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften um sie zweckgemäß auf die Arbeitsgegenstände "einwirken zu lassen". [2]

Zusammen mit den Arbeitsgegenständen bilden die Arbeitsmittel die Produktionsmittel. Um den Produktionsprozess zu beginnen, muss sich das dritte Element, die Arbeitskraft, mit den Produktionsmitteln vereinen. [2]

Steuerrecht

Steuerrechtlich können bestimmte Berufsgruppen die Aufwendungen für Arbeitsmittel von der Steuer absetzen. Gleichwohl ist der Begriff Arbeitsmittel im Steuerrecht nicht genau definiert. Im weitesten Sinne versteht man darunter Hilfsmittel, die im Rahmen der Erledigung einer beruflichen Tätigkeit benötigt werden[3].

Der Gesetzgeber unterscheidet dabei den geldwerten Aufwand zur Bereitstellung der Arbeitsmittel bei Arbeitnehmern als Werbungskosten und bei Selbstständigen als Betriebsausgaben.

Einzelnachweise

  1. Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.): DIN EN ISO 6385. 2004: Grundsätze der Ergonomie für die Gestaltung von Arbeitssystemen. Berlin: Beuth, 2004. S. 5.
  2. a b textlog.de - Historische Texte & Wörterbücher. Karl Marx, 1867: Das Kapital. Band I. Kapitel III. Abschnitt 5. Arbeitsprozeß und Verwertungsprozeß
  3. Arbeitsmittel - Steuerlexikon abgerufen am 23. März 2009

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