Archaeognatha
Felsenspringer
Felsenspringer finden sich im Gebirge auch auf kahlen Felsflächen

Felsenspringer finden sich im Gebirge auch auf kahlen Felsflächen

Systematik
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Felsenspringer
Wissenschaftlicher Name
Archaeognatha
Börner, 1904

Die Felsenspringer (Archaeognatha) sind eine Ordnung der Insekten (Insecta). Von den 450 bekannten Arten der Gruppe sind 15 auch in Mitteleuropa verbreitet.

Die meisten Arten werden 9 bis 18 mm lang, die Art Machilis ingens erreicht eine Gesamtlänge von etwa 23 mm.

Die Arten der Felsenspringer finden sich vor allem in feuchten und steinigen Gebieten, sowohl in der Spritzwasserzone des Meeres als auch in den Gebirgen an Moospolstern oder unter Baumrinden. Ihren Namen haben sie von ihrem beachtlichen Sprungvermögen, wobei sie sich mit Hilfe ihrer Schwanzanhänge (Terminalfilum und Cerci) und den Beinen vom Boden abstoßen.

Der Körper der Felsenspringer ist mit meist glänzenden Schuppen besetzt, auffällig sind die großen Facettenaugen, die sich in der Mitte auf dem Kopf treffen. Die Antenne ist sehr lang und kann bis zu 250 Einzelglieder haben. Ebenfalls auffallend sind die langen, als Mundwerkzeuge dienenden Labialtaster.

Die Tiere stellen die primitivste Gruppe der echten Insekten (nach anderer Literatur auch der Ectognatha) dar. Anders als alle folgenden Gruppen besitzen sie ein einteiliges Mandibelgelenk, während sich bei den höheren Taxa ein zweites Gelenk ausgebildet hat und so eine dikondyle Mandibel bildet. Entsprechend werden die Felsenspringer als Archaeognatha („Altkiefertiere“) und die folgenden Gruppen als Dikondylia bezeichnet. Ihre nächsten Verwandten außerhalb der Pterygota sind vermutlich die Fischchen i.w.S. (Zygentoma).

Literatur

  • Bernhard Klausnitzer: Archaeognatha, Felsenspringer. In: Westheide, Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena 1997, Seiten 626–627.

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