Arche Noah (Pflanzen)
Logo der Arche Noah

Die Arche Noah ist ein nicht-gewinnorientierter Verein in Österreich mit dem Ziel, seltene Nutzpflanzensorten zu erhalten, d.h. gefährdete und standortspezifische Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Im niederösterreichischen Schiltern wird ein Schaugarten und eine Sammlung von 6.000 Sorten und Herkünften mit Schwerpunkt auf Mittel- und Ost-Europa, v.a. von Gemüse, Kartoffeln und anderen landwirtschaftlichen Kulturen betreut. Im biologischen Vermehrungsgarten in Langenlois werden jährlich hunderte Sorten zur Samengewinnung, Beschreibung und Erforschung angebaut. Durch Aufnahme gefährdeter Landsorten und gestrichener Handelssorten wird das Sortenarchiv gezielt erweitert.

Die Arche Noah betreut weiters ein Netzwerk von sogenannten Erhalterinnen, die verschiedenste Sorten in Ihren eigenen Gärten anbauen und vermehren. Mitglieder der Arche Noah helfen dadurch mit, gefährdete Sorten langfristig zu erhalten und wertvolle Information über die einzelnen Sorten zu gewinnen. Viele Erhalterinnen geben Information und Saatgut über das jährlich erscheinende Arche Noah Sortenhandbuch weiter.

Weitere Aktivitäten gibt es in der Öffentlichkeitsarbeit, wobei viele Veranstaltungen, Sortenausstellungen, Degustationen und Führungen durchgeführt werden. Zum Thema Fortbildung organisiert die Arche Noah auch Lehrgänge, Seminare, Kurse zu Erhaltung und Nutzung alter Kulturpflanzen.

Geschichte

  • 1990 Gründung des Vereins mit 120 Mitgliedern, 39 ErhalterInnen geben Saatgut über den Katalog ab, 250 Sorten werden angeboten.
  • 1992 Nancy Arrowsmith, 1. Obfrau, hatte bereits privat begonnen eine zentrale Sammlung gefährdeter Sorten anzulegen; diese bildet den Grundstock für das Arche-Noah-Sortenarchiv. Ein Standort für die Vermehrung der Sorten und für die Öffentlichkeitsarbeit wird gesucht.
  • 1994 Erster Arche-Noah-Schaugarten auf einem Acker in Krumau/Waldviertel. Der erste größere Vermehrungsanbau der Sammlung findet statt.
  • 1995 Gründung des Arche-Noah-Schaugartens in Schiltern bei Langenlois, Bezirk Krems. Neuer Vereinssitz ist Schiltern. 2 große Veranstaltungen, die heute bereits Tradition haben, werden durchgeführt: der Jungpflanzenmarkt am 1. Mai und ein Erntedankfest im September (heute das "Gartenfest der Vielfalt" Ende August).
  • 1997 Gründung der gemeinnützigen Arche-Noah-Schaugarten GmbH als Tochter des Vereines.
  • 2001 Mehr als 19.000 BesucherInnen konnten im Arche-Noah-Schaugarten Kulturpflanzenvielfalt erleben.
  • 2002 Die Zahl der Mitglieder ist auf 6.000 gestiegen. Im Arche-Noah-Sortenarchiv werden 6.500 alte Handelssorten, Lokalsorten und Landsorten erhalten und im Vermehrungsgarten bei Schloss Haindorf zyklisch vermehrt (mehrere hundert pro Jahr).
  • 2003 Das Arche-Noah-Leitbild entsteht.
  • 2004 Das Handbuch Samengärtnerei, das 1. Arche-Noah-Fachbuch ist in Kooperation mit Pro Specia rara im Verlag Löwenzahn erschienen.
  • 2005 Arche-Noah-Beeren-Raritäten stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Nach vier Jahren der Vorbereitung können erstmals wieder Tausende seltene Beeren-Jungpflanzen von rund 80 Sorten angeboten werden. Der Arche-Noah-Schaugarten überspringt erstmals die Marke von 20.000 BesucherInnen pro Jahr.
  • 2006 Eröffnung des neuen Arche-Noah-Sortenarchivs, Eröffnung des revitalisierten Gartenpavillons im Herzen des barocken Arche-Noah-Schaugartens. Gleichzeitig geht das neue BesucherInnenzentrum in Betrieb. Das Festival der Gärten findet von 25. Mai - 25. Juni in den Kamptalgärten und damit in der Arche Noah mit einer Vielzahl an Events erstmals statt.
  • 2007 Ein on farm Erhaltungsprogramm wird gestartet. 100 österreichische Lokalsorten werden an Vereinsmitglieder zur langfristigen Erhaltung abgegeben.
  • 2008 Ein Lehrgang zur Vermarktung von Sortenspezialitäten wird gemeinsam mit dem LFI angeboten.

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