Archiv für die Geschichte des Kirchenkampfes

Das Evangelische Zentralarchiv in Berlin (EZA) ist das Archiv der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Es befindet sich in Berlin.

Das Archiv ist entstanden durch die Zusammenführung des Archivs der EKD mit dem Archiv der Evangelischen Kirche der Union (EKU) im Jahr 1979. Die EKU ging 2003 in der neu gegründeten "Union Evangelischer Kirchen in der EKD" (UEK) auf.

Inhaltsverzeichnis

Zuständigkeit

"Das EZA ist zuständig für das archivreife Schriftgut der Organe, Amtsstellen, Einrichtungen und Institute der EKD und der UEK und ihrer Rechts- und Funktionsvorgänger. Daneben sammelt es Archivgut überregionaler selbständiger Einrichtungen und Vereine, die mit der evangelischen Kirche zusammenarbeiten und sie in ihrem Auftrag und Wirken unterstützen, sowie Nachlässe von Persönlichkeiten, die im Raum der Kirche wirkten."[1]

Kirchenbuchstelle, personenstandliche Aufgaben

Für Familienforscher wertvoll sind

  • die ca. 7000 Kirchenbücher nicht mehr existierender evangelischer Kirchengemeinden der ehemaligen Ostprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union in den heutigen Gebieten Polens, Russlands und Litauens, die
  • ca. 763 Militärkirchenbücher der ehemaligen preußischen Armee und der deutschen Wehrmacht.
  • ca. 70 Auslandskirchenbücher aus deutschsprachigen evangelischen Gemeinden im Ausland und
  • Personenstandsunterlagen aus dänischen Flüchtlingslagern (letztere nur zur amtlichen Benutzung).

Soweit Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Personenstandsunterlagen verloren haben, kann die Kirchenbuchstelle aus allen vorhandenen ostdeutschen Kirchenbüchern Ersatzurkunden ausstellen, die als rechtskräftige Nachweise zur Anlegung von Familienbüchern ebenso wie für Renten- und Erbschaftsangelegenheiten anerkannt werden.

Bibliothek

Neben den Aktenbeständen und Kirchenbüchern des Archivs existiert eine Bibliothek mit 80.000 Bänden vor allem aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Geschichte

Archiv der EKD und Ökumenisches Archiv

Das Archiv der EKD entstand 1939 in Berlin und umfasste die Akten der Deutschen Evangelischen Kirche und ihrer Vorgängereinrichtungen. Das Archiv wurde 1960 nach Hannover verlagert, 1972 nach Soest. Dort wurde ihm das von Friedrich Siegmund-Schultze zusammengetragene Soester "Ökumenische Archiv" angegliedert. Das Archiv wurde 1974 nach Berlin überführt.

Archiv der EKU und Archiv für die Geschichte des Kirchenkampfes

Die Evangelische Kirche der Union baute ab 1964 ein eigenes Archiv auf. Diesem überließ 1976 die Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf zusätzlich das von Prof. Günther Harder zusammengetragene "Archiv für die Geschichte des Kirchenkampfes".

"Gemeinsames Archiv" von BEK, UEK Bereich DDR und Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg

Die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, der 1969 gegründete "Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR" (BEK) und der seit 1972 durch Teilung der EKU entstandene Bereich DDR der EKU errichteten 1987 ein "Gemeinsames Archiv" in Berlin-Mitte. 1992 kamen diese Bestände in das Evangelische Zentralarchiv in Berlin.

Literatur

  • Christa Stache: Das Evangelische Zentralarchiv in Berlin und seine Bestände. Berlin: Alektor-Verlag 1992 (Veröffentlichungen des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin; Bd. 5)

Weblinks

Einzelnachweis

  1. http://www.ezab.de/d/aframe.html

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