Archäologisches Museum Münster
Fürstenberghaus am Domplatz

Das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität im „Fürstenberghaus“ am Domplatz in Münster dient in erster Linie dem Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie der Universität zu Lehr- und Forschungszwecken. Zusätzlich bietet es der Öffentlichkeit einen Einblick in den Themenbereich der Archäologie und zeigt Arbeitsweisen sowie Erkenntnisse der Forschung. Der Schwerpunkt der Ausstellung umfasst dabei Exponate aus der griechischen Antike.

Geschichte

Die früheste museale Sammlung geht auf das Jahr 1883 zurück, als der erste klassische Archäologe an die Universität in Münster berufen wurde und der Grundstock für das Museum gebildet wurde. Einen großen Teil dieser Sammlung machten Abgüsse antiker Plastiken aus, der mit der Übergabe weiterer Abgüsse durch den Westfälischen Kunstverein im Jahre 1906 zusätzlich erweitert wurde. Ergänzend kamen Dubletten von Exponaten aus dem Königlichen Museum in Berlin hinzu, so dass neben vielen Abgüssen auch ein großer Bestand an Originalwerken vorhanden war.

Von dieser ursprünglichen Sammlung existiert jedoch kein Exponat mehr, nachdem das Museum und die gesamte Ausstellung im Zweiten Weltkrieg alliierten Bombenangriffen im Jahre 1944 zum Opfer fiel. Erst seit 1958 wurde mit dem erneuten Aufbau einer Lehrsammlung begonnen. Wiederum bildeten Abgüsse den Grundstock der Sammlung, die im weiteren Verlauf durch Originalwerke ergänzt wurde. Nachdem die Anzahl der Exponate wieder auf eine ansehnliche Anzahl angewachsen war, veranstaltete das Museum Ausstellungen außerhalb des Museums sowohl in Münster als auch im Umland. Gleichzeitig wurden Privatsammlungen nach Münster geholt, um sie im Archäologischen Museum auszustellen.

Sammlung

Die Sammlung des Museums behandelt schwerpunktmäßig die griechische Antike von der geometrischen Epoche (1000 - 700 v. Chr.) über die archaische Epoche (700 - 500 v. Chr.), die klassische Zeit (500 - 300 v. Chr.), die Spätklassik im 4. Jahrhundert v. Chr. und die hellenistische Epoche (300 - 30 v. Chr.) bis zur römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. - 476). Einen Großteil der Sammlung machen antike Vasen, Münzen, Modelle antiker Stätten und Abgüsse aus.

Ergänzt wurde die Sammlung durch Abgüsse des Skulpturenzyklus vom Zeustempel in Olympia, die die Stadt Essen dem Museum überstellt hat. Weiterhin gehören zur Sammlung griechische und ägyptische Werke, die aus der Sammlung von Otto Rubensohn stammen sowie die Sammlung Görtz-Strötgen. Vom Museum selbst erworben wurde zusätzlich die aus frühgriechischen Werken bestehende Sammlung von Werner Peek.

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