Archäologisches Museum Olympia
Eingang
Das Gebäude präsentiert sich weitestgehend im Originalzustand
Plan des Museums
Nike des Paionios
Hermes des Praxiteles

Das Archäologische Museum (griechisch Αρχαιολογικό Μουσείο Ολυμπίας Archeologiko Musio Olympias) in Olympia ist eines der bedeutendsten Museen Griechenlands.

Inhaltsverzeichnis

Gebäude

Es befand sich ursprünglich im klassizistischen Syngreion, das heute das Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele beherbergt. Die große Anzahl neuer bedeutender Funde machten die Neuplanung eines Museums notwendig. Das Gebäude verfügte über keine Erweiterungsmöglichkeit, ein Abriss oder ein Umzug schien unabdingbar.

1966 wurde ein neues Gebäude durch den Architekten Patroklos Karantinos entworfen und bis 1975 fertiggestellt. Seit 1982 besteht es in der aktuellen Form, 2003 wurde es renoviert. Die Architektur steht gestalterisch mit aufwendigen Materialien wie Cippolino-Marmor und modernen Baumethoden in der Tradition einer materialistischen Moderne, andererseits wurde Erfordernissen wie konservatorische bedingungen und Besucherzahlen Rechnung getragen. Die Sammlung wird in zehn Sälen im Uhrzeigersinn weitgehend chronologisch geordnet präsentiert.

Exponate

Saal 1 ist der geometrischen Epoche gewidmet und zeigt u. a. frühe Figuren im Bronzeguss. In Saal 2 sind weitere Bronzefiguren aus der geometrischen und der archaischen Zeit ausgestellt, ferner der Akroter des Heratempels, an dem noch alte Farbspuren zu erkennen sind. Der dritte Saal enthält eine Rekonstruktion eines Teils des Schatzhauses von Megara sowie den einzigen bekannten erhaltenen antiken Bronzerammbock. Im vierten Saal werden u. a. der Helm des Miltiades sowie der Becher des Phidias gezeigt.

Der Mittelsaal enthält die Giebelskulpturen des Zeustempels. Der Ostgiebel zeigt das Wagenrennen zwischen Pelops und Oinomaos, der Westgiebel den Kampf zwischen den Lapithen und Kentauren. An den Schmalseiten dieses Saales sind die Metopen des Tempels ausgestellt, die die zwölf Arbeiten des Herakles darstellen.

Saal 6 ist der Nike des Paionios gewidmet. Diese etwa drei Meter hohe Marmorfigur stand ursprünglich auf einem Sockel von etwa acht Metern Höhe vor dem Zeustempel.

In Saal 7 befindet sich der Hermes des Praxiteles. Diese Statue stammt aus der Zeit um 330 v. Chr. und zeigt den nackten Gott Hermes, der den kleinen Dionysosknaben auf dem Arm hält.

In den beiden letzten Sälen befinden sich Statuen aus römischer Zeit; hervorzuheben ist das Standbild eines Stiers aus dem Nymphäum des Herodes Atticus.

Literatur

  • Manolis Andronicos: Olympia. Ausgrabungen und Museum. Athen 2004, ISBN 9602130474.

Weblinks

 Commons: Archäologisches Museum Olympia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
37.64341666666721.629388888889

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Archäologisches Museum Münster — Fürstenberghaus am Domplatz Das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms Universität im „Fürstenberghaus“ am Domplatz in Münster dient in erster Linie dem Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche Archäologie der Universität …   Deutsch Wikipedia

  • Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele — in Olympia Das Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele (griechisch Μουσείο της Ιστορίας των Ολυμπιακών Αγώνων της Αρχαιότητας, Mousio tis Istorías ton Olympikón Agónon tis Archeótitas) in Olympia in Griechenland, d …   Deutsch Wikipedia

  • Olympia, Greece — Ancient Olympia Αρχαία Ολυμπία Artist s impression of ancient Olympia Location …   Wikipedia

  • Olympia 2004 — XXVIII. Olympische Sommerspiele Teilnehmende Nationen 202 Teilnehmende Athleten 10.625 (6296 Männer, 4329 Frauen) Wettbewerbe 301 in 28 Sporta …   Deutsch Wikipedia

  • Archea Olympia — Gemeinde Archea Olymbia Δήμος Αρχαίας Ολυμπίας (Αρχαία Ολυμπία) DEC …   Deutsch Wikipedia

  • Liste archäologischer Museen — Liste archäologischer Museen: Museen der Archäologie einschließlich einiger bedeutender archäologischer Abteilungen und Sammlungen von allgemeineren Museen (natur , kunst , und kulturhistorische Museen). Inhaltsverzeichnis 1 Fachmuseen nach… …   Deutsch Wikipedia

  • Karantinos — Patroklos Karantinos (griechisch Πάτροκλος Καραντινός; * 1903 in Konstantinopel; † 4. Dezember 1976 in Athen) war ein griechischer Architekt der klassischen Moderne. Inhaltsverzeichnis 1 Biografie 2 Werk …   Deutsch Wikipedia

  • Altis — Plan des Heiligtums Olympia (griechisch Ολυμπία) war das Heiligtum des Zeus in Elis, im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes. Es war der Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Inhal …   Deutsch Wikipedia

  • Patroklos Karantinos — (griechisch Πάτροκλος Καραντινός, * 1903 in Konstantinopel; † 4. Dezember 1976 in Athen) war ein griechischer Architekt der klassischen Moderne. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke (Auswahl) …   Deutsch Wikipedia

  • Archea Olymbia — Gemeinde Archea Olymbia Δήμος Αρχαίας Ολυμπίας (Αρχαία Ολυμπία) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”