Ardmore (Irland)
51.95-7.725
Rundturm von Ardmore

Ardmore (Irisch: Airde Móire) liegt an der R673 (Straße) nahe der Südküste Irlands im County Waterford. Seine romanische Kirche und besonders der Rundturm gehören zu den bedeutendsten ihrer Art. Das erste Kloster in Ardmore wurde von St. Declan gegründet. Er gilt als eine Säule des Christentums im südlichen Irland und soll bereits Bischof der Iroschottischen Kirche in Munster gewesen sein, als St Patrick ankam.

Von 1591 bis 93 war Ardmore im Besitz von Sir Walter Raleigh. 1642 verschanzte sich die irische Rebellenarmee in der Kirche und im Rundturm und wurde von den Engländern belagert. Als sie sich ergab, wurden 117 von 154 Aufständischen auf der Stelle erhängt.

Inhaltsverzeichnis

Die Kirche

Die Kirche von Ardmore wurde von Moelettrim O Duibh-rathra vor seinem Tod im Jahre 1203 errichtet. Wahrscheinlich wurde dabei der Rest einer älteren Kirche integriert. Die Kirche hatte ab 1170 einen Bischof und wird seither als Kathedrale von Ardmore geführt. Sie hat außergewöhnliche bauliche Merkmale wie das romanische Westfenster und den spitzen Chorbogen. Das originellste sind allerdings die Arkaden und Skulpturen auf der Westwand, die ober- und unterhalb zweier Arkadenreihen arrangiert sind. Die Szenen oberhalb einer Reihe kleiner Bögen sind abgebröckelt, aber der Erzengel Michael, der die Seelen wiegt, kann erkannt werden. Unterhalb der großen Arkadenbögen sind Adam und Eva, das Gericht Salomos und die Anbetung der Weisen erkennbar.

Der Rundturm

Ardmore Tower

Der Rundturm steigt in fünf Etagen zu einer Höhe von 30 m auf und ist einer der am besten bewahrten auf den Britischen Inseln.

Die Ogham-Steine

Zwei Ogham-Steine sind in der Kirchenruine aufgestellt worden. Der eine trägt die Inschrift: „Zum Gedenken an Lugaid, Sohn (oder Enkel) von Nia-Segmon“. Der andere Stein trägt die Inschrift „der Einzige“. Der eine der beiden Ogham-Stein wurde im Giebel des Oratoriums eingebaut vorgefunden.

Das Oratorium

Östlich der Kirche liegt das kleine St. Declan's Oratorium, das im Jahre 1716 wieder bedacht wurde. Es wird angenommen, dass es sich um die Grabeskirche von St. Declan handelt. Eine Vertiefung in der südöstlichen Ecke wird als sein Grab ausgewiesen.

Literatur

  • Peter Harbison: Guide to National and Historic Monuments of Ireland. 3. Aufl. Gill & Macmillan Publ., Dublin 1992, ISBN 0-7171-3239-0.

Weblinks


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