Ardud
Ardud
Erdeed
Erdőd
Wappen fehlt
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Ardud (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Sathmar
Kreis: Satu Mare
Koordinaten: 47° 38′ N, 22° 53′ O47.63583333333322.884722222222148Koordinaten: 47° 38′ 9″ N, 22° 53′ 5″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 148 m
Fläche: 142,63 km²
Einwohner: 6.825 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 447020
Telefonvorwahl: (+40) 02 61
Kfz-Kennzeichen: SM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Mădăras, Baba Novac, Gerăușa, Sărătura, Abrud Vii
Bürgermeister: Ovidiu Marius Duma (PNL)
Postanschrift: Str. Ștefan cel Mare, nr. 37
loc. Ardud, jud. Satu Mare, RO–447020
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: August

Ardud (deutsch Erdeed, ungarisch Erdőd) ist eine Stadt im Kreis Satu Mare (Rumänien).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Römisch-katholische Kirche in Ardud

Ardud liegt in einer hügeligen Region im Nordwesten Rumäniens. Die Kreishauptstadt Satu Mare befindet sich etwa 15 km nördlich.

Geschichte

Die ältesten archäologischen Funde der Region stammen aus der Bronzezeit.[1]

Ardud ist 1215 unter dem Namen Herdeud erstmals urkundlich erwähnt.[2]

1378 wurde der Ort ein regionales Verwaltungszentrum. 1481 wurde nordwestlich von Ardud eine Burg errichtet. Diese verlor bald ihre militärische Bedeutung und wurde ab 1730 zum Schloss umgebaut.[1] Im 19. Jahrhundert verfiel das Schloss und wurde im Zweiten Weltkrieg endgültig zerstört.[3]

Im 18. Jahrhundert siedelten sich in Ardud wie auch in anderen Regionen des Komitats Sathmar Deutsche – die Sathmarer Schwaben – an.

Bis 1918 gehörte der Ort zum Königreich Ungarn bzw. zu Österreich-Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg kam er zu Rumänien, von 1940 bis 1944 infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches vorübergehend wieder zu Ungarn. 2006 erhielt Ardud den Status einer Stadt.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Holz-, die Bauindustrie, die Landwirtschaft und der Handel.

Bevölkerung

1880 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 4.071 Personen, darunter 1.877 Rumänen, 1.227 Deutsche, 925 Ungarn und 11 Slowaken. 2.159 wohnten in Ardud selbst, die übrigen 2.107 in den fünf heute eingemeindeten Ortschaften. 1930 wurden außerdem 172 Juden registriert. Das Bevölkerungsmaximum wurde 1977 mit 8.393 erreicht.

Bei der Volkszählung 2002 lebten in Ardud 6.486 Einwohner, davon 4.219 in der Stadt selbst, 2.267 in den eingemeindeten Dörfern. 2.082 waren Rumänen, 1.161 Ungarn, 591 Roma und 373 Deutsche.[4]

Verkehr

Ardud verfügt über keinen Bahnanschluss. Die einst hier verkehrende Kleinbahn ist stillgelegt. Durch die Stadt führt die Europastraße 81. Regelmäßige Busverbindungen bestehen nach Satu Mare.

Sehenswürdigkeiten

Burgruine in Ardud
  • Burgruine (1481/1730)
  • Katholische Kirche (1482)

Einzelnachweise

  1. a b Websitde der Stadt, abgerufen am 5. April 2009
  2. Erdélyi utazás, abgerufen am 5. April 2009
  3. http://www.rumaenienburgen.com/index1-deutsch.htm
  4. Volkszählung 2002, abgerufen am 5 April 2009

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