Ardèche (Département)
Ardèche (07)
Lage von Ardèche in Frankreich
Region Rhône-Alpes
Präfektur Privas
Unterpräfektur(en) Largentière
Tournon-sur-Rhône
Einwohner 306.185 Einw.
(2006)
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km²
Fläche 5.529 km²
Arrondissements 3
Kantone 33
Gemeinden 339
Präsident des
Generalrats
Michel Teston
ISO 3166-2-Code FR-07
Die drei Arrondissements des Départements

Ardèche [aʀˈdɛʃ] (offiziell Département de l’Ardèche) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 07.

Es liegt in der Region Rhône-Alpes im Südosten Frankreichs und ist nach dem Fluss Ardèche benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Département Ardèche grenzt an die Départements Drôme, Vaucluse, Gard, Lozère, Haute-Loire, Loire und Isère.

Verwaltungsgliederung

Das Département Ardèche ist in 3 Arrondissements, 33 Kantone und 339 Gemeinden gegliedert.

Arrondissement Einwohner
(1999)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte Kantone Gemeinden
Largentière 44.264 1928 23 10 103
Privas 118.028 1742 68 11 110
Tournon-sur-Rhône 123.731 1858 67 12 126

Weinregion

Die lokale Weindenomination (Benennung einer Weinregion, hier: Ardèche) hat in den letzten Jahren qualitativ hochwertige Weine hervorgebracht. Die Anbaufläche im Département steigt kontinuierlich.

Tourismus

Aufgrund seines einmaligen Landschaftsbildes, seiner Flora und Fauna ist die Ardèche Ziel von naturliebenden und ruhesuchenden Touristen. Zumindest im letzten Punkt wird die Ardèche jedoch ihrem Ruf nicht immer gerecht, da das französische Militär in diesem Gebiet Übungen abhält. Es kommt dabei vor allem zu sehr starkem Flugverkehr, was Fluglärm verursacht, insbesondere in der Gegend von Ajoux.

Natur und Klima

bei Thueyts

Die Ardèche zeigt eine Natur, die in Europa nur noch in kleinen Teilen vorzufinden ist. Tiere, vor allem Insekten, finden hier ihre perfekte Umgebung. Das Département Ardèche ist landschaftlich zweigeteilt. Der nördliche Teil besteht aus einer Gebirgslandschaft, die bis 1700 m. ü. NN. liegt. Der südliche Teil ist durch die Gorges de l’Ardèche geprägt, die Berge und Hochplateaus liegen hier auf maximal 500 m NN.

Nördlicher Teil der Ardèche

Dieser obere Teil hat ein raues Klima, das heißt im Winter kühl und windig und im Sommer heiß. Hier oben lebt man hauptsächlich von der Landwirtschaft, das heißt Viehzucht und viele Schafe. Daher wird dieser Teil der Ardèche das Butterland genannt. Man könnte es mit einer Wüste vergleichen, aber nicht endlos an Sand sondern endlos an Gras. Anders als im Süden der Ardèche gibt es hier sehr große Tannenwälder. Außerdem entspringt hier die Loire und man findet das älteste Gebirge der Welt, das im Norden noch bis 1700m hoch wird aber gegen den Süden hin immer kleiner wird, bis es nur noch etwa 180m hoch ist. Im Sommer sind die meisten kleinen Flüsse ausgetrocknet; nur die größten Flüsse führen noch Wasser.

Südlicher Teil der Ardèche

Im südlichen Teil herrscht mildes Klima im moderaten Winter und Sommerperioden. Das heißt mit kurzen aber heftigen Gewittern, die große Überschwemmungen hervorbringen, danach aber zwei Wochen kein Regen mehr. Daher werden im Süden viele Weinreben, Oliven und Früchte wie Pfirsich, Kirschen und so weiter angebaut. Im Süden hat es außerdem noch viele abrupte Täler mit steilen, bewaldeten Wänden. Hier gib es keine Tannenwälder, aber große und viele Eichenwälder und Wildschweine. Es gibt keine hohen Berge sondern nur flache, bewaldete Hügel. Tropfsteinhöhlen sind hier in großen Mengen vorzufinden, große und kleine. Ganz im Süden findet man immer noch die Keltische Kultur vor, zum Beispiel die sogenannten Dolmen. Es hat im Süden sowohl auch im Norden viele Burgen und Ruinen im Romanischen Baustil.

Römische Ruine

Mittlerer Teil der Ardèche

Die größte Seidenproduktion Europas lag bis zum Ende des ersten Weltkrieges in dieser Region, Importseide aus China verdrängte die französische Seide zunehmend von den Märkten. Daher gibt es in diesem Gebiet heute noch sehr viele Maulbeerbäume. Viele Kastanienplantagen, ob gepflegt oder verwildert, bedecken die Hügeln. Die Ardècheregion ist der Hauptproduzent von Edelkastanien in Europa.

Siehe auch

Weblinks


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