Arestisymbol
komplexe Kunstflugsequenz mit Aresti-Symbolen.

Ein Aresti-Symbol ist eine standardisierte, schematische Zeichnung einer einzelnen Flugfigur im Kunstflug wie z. B. ein Looping oder ein Turn, die vereinfacht die Bewegungen des Flugzeugs darstellt.

  • Volle Linien zeigen aufrecht geflogene Manöver oder positive G-Kräfte an.
  • Gestrichelte Linien zeigen auf dem Rücken geflogene Manöver oder negative G-Kräfte an.
  • Dreiecke zeigen gerissene Manöver (wie Trudeln, gerissene Rollen, etc.) an.
  • Pfeile zeigen Rollmanöver an (evtl. mit Zahlen, welche für die Ausdehnung/Segmente einer Rolle stehen)

Verwendung

Aresti-Symbole werden sowohl in der Fachliteratur als auch von Kunstflugpiloten verwendet. Sie können kombiniert und zu vollständigen Flugprogrammen aneinander gereiht werden und dienen der Kategorisierung und Bewertung. Kunstflugpiloten benutzen sie auf in der Pilotenkanzel angebrachten Zetteln, um sich während der Vorführung das Flugprogramm in Erinnerung zu rufen.

Jedes Manöver ist mit einem "K"-Faktor versehen, welcher für den Schwierigkeitsgrad einer Übung steht. Bei einem Wettbewerb bewertet die Jury jedes Manöver mit einem Wert bis maximal 10 (wie auch bei anderen Sportwettbewerben). Dieser Wert wird am Ende mit dem "K"-Faktor multipliziert, um die Anzahl der erreichten Punkte zu berechnen.

Geschichte

Sie wurden 1961 von der Kunstflugkommission der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), der Commission Internationale de Voltige Aerienne (CIVA), auf Vorschlag des damaligen spanischen Delegierten Graf José Luis de Aresti Aguirre als Katalog der Schwierigkeitsfaktoren der Figuren eingeführt. Der Aresti-Katalog wird periodisch überarbeitet.

Nach einer Gerichtsverhandlung zwischen der Familie Aresti und der FAI, welche eine kostenlose Kopie des Aresti-Katalogs online gestellt hatte, liegt der Aresti-Katalog nun in gedruckter Form vor. Leider gibt es immer noch Meinungsverschiedenheiten darüber, welche Teile des Aresti-Kataloges nun urheberrechtlich geschützt sind (Urheberrecht bei der Familie Aresti) und welche nicht. Das Problem liegt darin, dass bereits vor Aresti Linien, Pfeile und Dreiecke verwendet wurden, um Kunstflugfiguren zu Papier zu bringen.


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