Arethas von Cäsarea
Harbaville-Triptychon, Louvre, Arethas rechts unten

Arethas von Caesarea (* um 860 in Patras, Griechenland † nach 944) war Erzbischof von Kaisareia (lat. Caesarea) in Kappadokien (heute Kayseri in der Türkei) und gilt als einer der gelehrtesten Theologen der orthodoxen Kirche.

Über seine Jugend ist wenig bekannt. Er war ein Schüler von Photios dem Großen und wurde in Konstantinopel zum Diakon geweiht.

901 wurde er Erzbischof von Caesarea. In dieser Stellung vertrat er theologisch die Orthodoxie von Photios.

Bis heute bedeutsam ist er durch seine Handschriftensammlungen und Scholien zu kirchlichen und weltlichen Schriftstellern. Zu den wertvollsten Werken die durch ihn erhalten sind, gehören der Codex Parisinus, durch den ein großer Teil der griechischen Apologeten überliefert ist, und der Codex Clarkianus, der die meisten Werke von Plato enthält und als eines der besten Platon-Manuskripte gilt. Auch weitere griechische Klassiker wie Euklid sind durch ihn überliefert.

Auch wenn er heute eher für seine Sammlung von Klassikern bekannt ist, galt sein Hauptinteresse der Theologie. Von seinen eigenen Werken ist ein Kommentar zur Apokalypse des Johannes erhalten, der auf einem 200 Jahre älteren Werk von Andreas von Caesarea basiert.

Literatur

  • Johannes Karayannopulos; Günter Weiß: Quellenkunde zur Geschichte von Byzanz (324 - 1453), Wiesbaden 1982. S. 384 Nr. 295 ISBN 3-447-02244-2

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