Argestorf
Argestorf
Wappen von Argestorf
Koordinaten: 52° 16′ N, 9° 35′ O52.26259.5888Koordinaten: 52° 15′ 45″ N, 9° 34′ 48″ O
Höhe: 88 m ü. NN
Fläche: 2,9 km²
Einwohner: 370 (8. Aug. 2006)
Eingemeindung: 1970
Postleitzahl: 30974
Vorwahl: 05103

Argestorf ist eine Ortschaft der Gemeinde Wennigsen in der Region Hannover.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Argestorf im Jahre 1252, als Wedekind vom Berge, Edelvogt des Hochstifts Minden, den Zehnten zu „Herkestorpe“ („Dorf des Herco“) an den Mindener Bischof Johann übertrug.

Der Ortsname unterlag in der weiteren Geschichte einem stetigen Wandel. Im Jahre 1254, in einer von Graf Moritz von Spiegelberg verfassten Bitte des Klosters Wennigsen an den Abt zu Corvey um Schenkung von acht Hufen Land wurde der Ort „Erchestorpe“ genannt, bei einer weiteren Landübertragung im Jahre 1257 dann „Erkestorp“.

Etwa im Jahre 1270 war dann das Kloster Wennigsen durch einen weiteren Gütertausch alleiniger Grundherr in Argestorf. Im Calenberger Hausbuch von 1592 wird die Ortschaft als „Arxtorpe“ bezeichnet.

Die größte Bevölkerungszahl erreichte Argestorf in den 1950er Jahren, damals lebten etwa 570 Menschen im Ort.

Im Zuge der Gebietsreform wurde Argestorf im Jahr 1970 Teil der Gemeinde Wennigsen (Deister).

Wappen

Das Wappen zeigt zweigeteilt oben einen springenden roten Hirsch in silbernem Felde, unten im Grün einen silbernen Schlüssel. Der Hirsch nimmt Bezug auf das alte Grafenwappen derer von Spiegelberg, da diese die vermutlich ältesten Anrechte in der Gegend um Argestorf hatten und durch ihre Schenkungen an das Kloster Wennigsen maßgeblich zu einer einheitlichen Gemarkung beigetragen haben. Das Grün betont den bäuerlichen Charakter, während der Schlüssel ein Zeichen für den jahrhundertelangen Einfluss der Kirche ist.

Literatur

  • Ilse Gottwald et al.: Wennigsen 1200-2000 - Ein Lebenslauf, Wennigsen 1999
  • Wennigsen-Argestorfer Forst-Genossenschaft (Herausgeber): Wennigsen Argestorf / Zeitreise 1754 - 2004 Chronik zum Jubiläum der Forstgenossenchaft, Geiger, 2004. ISBN: 978-3895709418

Weblinks


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