Argišti I.
Rot-schwarzes Denkmal in Jerewan, das Argišti I. mit einem Streitwagen zeigt
Urartu unter König Argišti I.

Argišti I. (auch als Argištiše, Argischtis oder Argischti I. transkribiert), war ein urartäischer König, der ungefähr von 785 bis 753 v. Chr. regierte.

Inhaltsverzeichnis

Quellen

Eine Inschrift aus Tušpa (heute Van, Surp Saak) gibt ausführlich Auskunft über seine Regierungszeit.

Eroberungen

Er war der Sohn seines Vorgängers Menua und setzte dessen Expansionspolitik fort. Dabei war er im Nordosten erfolgreich und drang bis zum Sewansee vor. Damit erstreckte sich das Gebiet Urartus von Südgeorgien und Aserbaidschan bis nach Nordsyrien. Eine Inschrift Argištis aus Elar nördlich von Jerewan erwähnt seinen Sieg über das Land Etiuni und die Stadt Darani im Land Uluani [1].

Unter Argišti I. erlebte auch die urartäische Metallindustrie einen Aufschwung, als er Kupferminen im Kleinen Kaukasus eroberte und von den Nachbarstaaten Tribute an Metallen verlangte.

Bauten

Zahlreiche Inschriften berichten vom Tempel- und Palastbau Argištis I. und seiner Förderung der Landwirtschaft. Argišti sicherte seine Eroberungen in der Ararat-Ebene durch zahlreiche Festungsbauten[2]. Argišti I. gründete unter anderem Argištihinili (heute in Armawir), den Hauptstützpunkt Urartus in Transkaukasien, und Erebuni (heute Teil der armenischen Hauptstadt Jerewan).

Nachfolger Argištis I. war sein Sohn Sarduri II.

Inschrift Argištis aus Erebuni

Inschriften

Einzelnachweise

  1. Г. А. Меликишвили, Урартские клинообразные надписи. Москва: Издательство АН СССР, 1960, Nr. 131
  2. Adam T. Smith, The Making of an Urartian Landscape in Southern Transcaucasia: A Study of political Architectonics. American Journal of Archaeology 103/1, 1999, 49

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Menua König von Urartu
ca. 785–753 v. Chr.
Sarduri II.

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