Argonner Wald
Lage der Argonnen im nordöstlichen Frankreich.

Die Argonnen - französisch L'Argonne, in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg meist als Argonner Wald bezeichnet - trennen das wellige Becken der Champagne vom ursprünglich (Straßburger Eide) erst an der Maas beginnenden Lothringen.

Inhaltsverzeichnis

Landschaft

Die Argonnen sind ein nicht sehr hohes Bergland, das aus Schichtstufen besteht, die sich von Nordnordwesten nach Südsüdosten erstrecken. Es bildet einen 30 - 35 km breiten nordsüdwärts etwa 110 km langen Streifen zwischen der Aisne und ihrem Nebenfluss Ante als Abgrenzung zur Champagne im Westen und dem Tal der Maas im Osten. Nordwestlich gehen die Argonnen bei Charleville-Mézières ohne scharfe Grenze in die Kämme des Ardennenvorlandes (Crêtes Préardennaises) über. Südöstlich schließen die Hochplateaus des Barrois an. Die Höhen der Argonnen sind von mehrere Kilometer breiten Waldstreifen bedeckt. Dazwischen gibt es fruchtbare Felder und Wiesen. Die Täler der nordwärts fließenden Flüsse Aire im Süden und Bar im Norden durchziehen das Gebirge in Längsrichtung. Kern ist der zwischen Aisne und Aire gelegene bis zu 303 m über dem Meer hohe südwestliche Sandsteinrücken mit dem Forêt d'Argonne (Argonnerwald), dem größten zusammenhängenden Waldgebiet dieses Berglandes.

Deutsche Stellung in den Argonnen Ende 1914

Kriegsschauplatz

Im Jahr 1792 wehrte Charles-François Dumouriez die eindringende Armee des Karl Wilhelm Ferdinands vor der Kanonade von Valmy ab.

Im Ersten Weltkrieg war die Gegend Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen deutschen Eindringlingen und Franzosen, später auch Amerikanern (Herbst/Winter 1914, Sommer 1915, Herbst 1918). Zahlreiche Soldatenfriedhöfe zeugen von dem gegenseitigen Abschlachten Tausender von Soldaten.

Deutscherseits entstand im Ersten Weltkrieg das Argonnerwaldlied.

Siehe auch

Links

50.0094444444445.09305555555567Koordinaten: 50° 0′ 34″ N, 5° 5′ 35″ O


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